„Krone“-Kommentar

Der schwierige Kampf gegen die hohe Inflation

Wirtschaft Meinung
10.01.2026 06:00

Die Teuerung hat Österreich weiterhin fest im Griff. Laut den jüngsten Daten der Statistik Austria gingen die Preise im Dezember um 3,8 Prozent (nach 4 Prozent im November) nach oben. Damit liegen wir nicht nur deutlich über  dem Schnitt des Euroraums (2 Prozent), sondern auch klar höher als Nachbar Deutschland, wo der Anstieg nur mehr 1,8 Prozent betrug.

Die Hauptpreistreiber hierzulande sind klar festgemacht: Haushaltsenergie und Dienstleistungen. Bei Strom und Gas fällt uns jetzt die „Großzügigkeit“ von 2024 in Form von Strompreisbremse, gesenkter bzw. ausgesetzter Energieabgabe und Ökostrombeitrag auf den Kopf. 2025 fielen die Begünstigungen nämlich wieder weg, was die Inflation trieb. Ferner wurden auch im Vorjahr die Netzkosten drastisch erhöht. Zur „hausgemachten“ Teuerung kommt dazu, dass die öffentliche Hand auch noch kräftig an der Gebührenschraube drehte – von der Autobahnvignette, der Rezeptgebühr, den Öffitickets bis hin zu den Müll- und (Ab-)Wassergebühren.

Nun wird man die Geister, die man rief, nicht los. Denn einerseits lässt das Budgetdefizit eigentlich keine großen Eingriffe zu. Andererseits hätte die Politik aber durchaus die Möglichkeiten. Senkt man unter anderem die Mehrwertsteuer (MWSt) auf Lebensmittel von 10 auf 0 Prozent, würde das die Inflation gleich um einen ganzen Prozentpunkt senken, rechnet Wifo-Ökonom Josef Baumgartner vor.

Aber auch bei den vielen heimischen Energieversorgern, die im Eigentum der öffentlichen Hand stehen, könnte man – statt Millionengewinne einzufahren – im Rahmen des rechtlich Möglichen die Tarife senken. Doch dann müsste der Staat (Stichwort Verbund) bzw. die Länder (EVN, Energie AG, Kelag usw.) auf Einnahmen aus Dividenden verzichten. Das will man dann doch nicht.

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