Neues Umfrage-Beben

SPÖ könnte mit Kern sogar eine Kurz-ÖVP überholen

Innenpolitik
06.01.2026 07:00

Eine neue „Krone“-Umfrage offenbart am Dreikönigstag ein innenpolitisches Erdbeben: Würde – wie vielerorts gemutmaßt – Altkanzler Christian Kern die SPÖ wieder übernehmen, würden die Roten (sogar bei einem Comeback des ÖVP-Altkanzlers Sebastian Kurz) vor der Volkspartei liegen. FPÖ-Chef Herbert Kickl liegt ganz unabhängig davon uneinholbar auf dem ersten Platz.

Einen Tag bevor die Regierung beim ersten Ministerrat des neuen Jahres wieder zusammentrifft, erschüttert am Dreikönigstag eine „Krone“-Umfrage die rot-weiß-rote Innenpolitik. Seit Wochen mehren sich rund um das politische Wien Gerüchte, dass SPÖ-Ex-Kanzler Christian Kern zurückkehren und Andreas Babler beim Parteitag am 7. März herausfordern könnte. Kern selbst dementierte diese Spekulationen einmal mehr, einmal weniger deutlich.

Seit Wochen wird über eine Rückkehr des roten Altkanzlers spekuliert. Eine neue Umfrage zeigt: ...
Seit Wochen wird über eine Rückkehr des roten Altkanzlers spekuliert. Eine neue Umfrage zeigt: Ein Comeback hätte wohl positive Auswirkungen auf die angeschlagene Sozialdemokratie.(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Ranghohe Rote beknien Kern
Fakt ist: Die vielen ranghohen Roten in ganz Österreich, die den am Sonntag 60 Jahre alt gewordenen Ex-Kanzler zurückholen wollen, dürften auch am Dreikönigstag alle zum Hörer greifen. Denn die von der „Krone“ in Auftrag gegebene und vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse durchgeführte Sonntagsfrage zeigt, dass Kern der Sozialdemokratie auf Anhieb ein Plus von sechs Prozent – und damit im Falle einer Wahl den zweiten Platz einbringen würde. Dabei würde Kern just dort punkten, wo Babler stets punkten wollte – bei NEOS, Grünen und sogar auch den Kommunisten.

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In der SPÖ versammeln sich immer mehr hinter dem Motto BMW, also Babler muss weg. Die Gruppe muss ihn zum Antritt bewegen. Seine Werte sind positiv und stabil.

Christoph Haselmayer, IFDD-Chef

Babler attackierte stets Rendi-Wagner
Kommt es also zu einer Gegenkandidatur gegen Babler? „Sie wird zumindest wahrscheinlicher. Alle, die sich jetzt mit Babler solidarisieren wollen, sollten bedenken, dass Babler selbst beispielsweise Pamela Rendi-Wagner als Parteivorsitzende stets gnadenlos attackiert hat, nur um jetzt selbst die SPÖ auf das schlechteste Niveau ihrer Geschichte zu führen“, sagt IFDD-Chef und Meinungsforscher Christoph Haselmayer, der die Umfrage durchführte.

(Bild: Krone KREATIV/Jauschowetz Christian, APA/Helmut Fohringer, Imre Antal, Peter Tomschi, Eva Manhart)

Kurz mit Plus auf Anhieb, Kickl auf Platz 1
Dennoch muss das Ergebnis auch der ÖVP zu denken geben. In der Kanzlerpartei mehrten sich spätestens seit dem Promiauflauf bei der Kurz-Weihnachtsfeier – die „Krone“ berichtete – die Befürworter eines Kurz-Comebacks. Laut der Umfrage würde der junge Altkanzler und mittlerweile erfolgreiche Unternehmer der ÖVP aus dem Stand ein kleines Plus bescheren, aber im Falle eines Kern-Antritts eben nur auf dem dritten Platz landen.

„Per se scheint der Markenkern der Volkspartei stark beschädigt zu sein, was bei den kommenden Landtagswahlen ein größeres Problem darstellen könnte“, ergänzt Haselmayer. Eindeutig ergibt die Umfrage aber jedenfalls: Egal ob Kern, Kurz, Babler, oder Stocker: Herbert Kickls FPÖ ist uneinholbar auf dem ersten Platz.

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