Sitzt in Karibik fest

Wegen Trump: DiCaprio verpasst Preisverleihung

Society International
04.01.2026 11:39

Eigentlich sollte es einer der glanzvollen Auftritte der diesjährigen Award-Season werden – doch geopolitische Ereignisse machten Hollywood einen Strich durch die Rechnung. Leonardo DiCaprio fehlte am Samstagabend überraschend beim renommierten Palm Springs International Film Festival. Der Oscar-Preisträger saß in der Karibik fest – wegen der jüngsten US-Militäroperation in Venezuela.

Das Palm Springs International Film Festival zählt zu den wichtigsten Stationen im Preisekalender Hollywoods. Zahlreiche Stars versammelten sich im Convention Center in Kalifornien, um Auszeichnungen entgegenzunehmen. Einer der prominentesten Geehrten des Abends konnte jedoch nicht erscheinen: Leonardo DiCaprio.

Rückreise einfach nicht möglich
Der Schauspieler hätte den Desert Palm Achievement Award für seine Rolle in Paul Thomas Andersons Drama „One Battle After Another“ erhalten sollen. Wie das Branchenmagazin „Variety“ berichtete, befand sich DiCaprio jedoch auf der Karibikinsel St. Barts, von wo aus eine Rückreise in die USA aufgrund von Luftraumsperrungen nicht möglich war. Diese standen im Zusammenhang mit der US-Militäroperation in Venezuela.

Talent und Engagement trotzdem „inspirierend“
„Leonardo DiCaprio kann heute Abend aufgrund unerwarteter Reiseunterbrechungen und Flugbeschränkungen nicht persönlich anwesend sein“, erklärte ein Sprecher des Filmfestivals. Man bedauere sein Fernbleiben, fühle sich jedoch geehrt, seine außergewöhnliche Arbeit und seinen nachhaltigen Beitrag zum Kino auszuzeichnen. DiCaprios Talent und sein Engagement für sein Handwerk seien inspirierend, hieß es weiter.

Jahreswechsel in illustrer Runde
Der Schauspieler hatte den Jahreswechsel gemeinsam mit Familie und Freunden auf St. Barts verbracht. Zu der Urlaubsgesellschaft zählten laut „Variety“ auch Amazon-Gründer Jeff Bezos und dessen Ehefrau. Die geplante Rückreise zur Preisverleihung scheiterte jedoch an den geopolitischen Entwicklungen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstagmorgen bekannt gegeben, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau Cilia Flores nach einer Militäroperation in US-Gewahrsam genommen worden seien. Im Zuge des Einsatzes wurden auch Ziele in Venezuela von US-Einheiten bombardiert, was zu umfassenden Flugbeschränkungen führte.

Trotz des prominenten Ausfalls war die Gala hochkarätig besetzt. Amanda Seyfried erhielt den Desert Palm Achievement Award in der Kategorie Actress für „The Testament of Ann Lee“. Kate Hudson und Michael B. Jordan wurden jeweils mit dem Icon Award für ihre Filme „Song Sung Blue“ und „Sinners“ geehrt.

Auch Miley Cyrus durfte einen Preis mit nach Hause nehmen: Sie erhielt den Outstanding Artistic Achievement Award für ihren Song „Dream As One“ aus James Camerons Film „Avatar: Fire and Ash“. Jacob Elordi erschien gemeinsam mit Oscar Isaac und Mia Goth, um den Visionary Award für Guillermo del Toros „Frankenstein“ entgegenzunehmen.

Ensemble sorgt für Aufsehen
Elle Fanning und Paul Mescal sorgten ebenfalls für Aufsehen auf dem roten Teppich. Mescal wurde gemeinsam mit Jessie Buckley und Regisseurin Chloé Zhao für das Drama „Hamnet“ mit dem Vanguard Award ausgezeichnet. Fanning gehörte zum Ensemble von Joachim Triers Cannes-Erfolg „Sentimental Value“, das den International Star Award erhielt – erstmals in der Geschichte des Festivals ging diese Auszeichnung an ein komplettes Ensemble.

DiCaprio aussichtsreicher Oscar-Kandidat
Leonardo DiCaprio gilt derweil weiterhin als aussichtsreicher Kandidat im Oscar-Rennen. In „One Battle After Another“ verkörpert er einen Ex-Revolutionär, der gezwungen wird, in sein früheres Leben zurückzukehren, um seine Tochter zu retten. Der Film gewann am Samstag den Hauptpreis der National Society of Film Critics.

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