Das US-Handelsministerium hat die vorläufig festgelegten Antidumpingzölle auf mehrere italienische Pastamarken gesenkt. Zuvor war den italienischen Produzenten Preisdumping vorgeworfen worden. Der angedachte Strafzoll betrug 91,74 Prozent, zusätzlich zum bereits bestehenden Zollsatz von 15 Prozent.
Das ergab eine Gesamtbelastung von fast 107 Prozent, die ab Jänner 2026 in Kraft treten hätte sollen. Die Einführung des sogenannten „Super-Zolls“ hätte zu wirtschaftlichen Schäden für die italienische Lebensmittelbranche geführt. Sie wären entweder gezwungen gewesen, die Preise in den Vereinigten Staaten zu erhöhen, oder hätten sich komplett aus US-Supermärkten zurückgezogen. Nach der US-Ankündigung ergriffen die italienische Botschaft in Washington sowie das Außen- und Landwirtschaftsministerium in Rom diplomatische Initiativen, um das US-Handelsministerium zum Einlenken zu bewegen.
Das ist nun offenbar gelungen: Das Außenministerium in Rom teilte am Donnerstag mit, dass die vorläufig festgelegten Zölle auf 13 bekannte italienische Pastamarken wieder gesenkt würden. Italiens Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach von einem „Zeichen der Anerkennung für die Kooperationsbereitschaft der italienischen Unternehmen“.
Wie berichtet, hatte das US-Handelsministerium den Produzenten Pasta Garofalo und La Molisana vorgeworfen, Waren zu viel zu niedrigen Preisen in die USA zu exportieren, um sich einen Vorteil gegenüber lokalen Anbietern zu verschaffen. Sie wurden daraufhin aufgefordert, Dokumente einzureichen, und kamen dem auch nach – allerdings waren darin „nicht übersetzte italienische Begriffe und undefinierte Abkürzungen“. Die Trump-Regierung sprach daraufhin von „mangelnder Kooperation“ und kündigte den enorm hohen Strafzoll an.
Bislang war auf kein bestimmtes Produkt ein solch hoher Zollsatz verhängt worden. Auf die meisten EU-Waren sind es 15 Prozent.
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