Teils ergiebige Schneefälle sorgten auch am Faschingsdienstag in der Früh für Probleme auf den Tiroler Straßen. Es kam zu Behinderungen, Unfällen und auch Sperren. Teils herrschte auch wieder Kettenpflicht. Auf den Bergen lauert indes wieder der „Weiße Tod“. Die Lawinengefahr ist groß!
Auch am Dienstag ging es für viele Pendler, Schüler und Co. auf Schneefahrbahn in die Arbeit oder zur Schule. Die Bedingungen auf den Straßen waren teilweise wieder gefährlich. Auf der L286 Ladiser Straße im Bezirk Landeck drohte etwa ein Fahrzeug abzustürzen. „Auf der B180 Reschenstraße blieben immer wieder Lastwagen hängen“, hieß es von der Tiroler Verkehrspolizei auf „Krone“-Nachfrage.
Lkw-Unfall, Lawinen-Sprengungen
Auch auf der L236 Mötzer Straße im Bezirk Imst sorgte Schneefahrbahn für Probleme – die Polizei berichtete gegen 8 Uhr von einem Lkw-Unfall und einer Sperre. Die B188 Paznauntalstraße musste wegen Lawinen-Sprengungen kurzzeitig gesperrt werden.
Am Fernpass und am Pass-Thurn herrschten in der Nacht bzw. in den Morgenstunden noch Kettenpflicht. Am Arlbergpass, der Tirol und Vorarlberg verbindet, galt diese auch noch am Vormittag.
Generell herrschen auf vielen Tiroler Verkehrsverbindungen winterliche Bedingungen – die Polizei rät zu erhöhter Vorsicht!
Lawinengefahrenstufe 4 auf Bergen
Erhöhte Vorsicht ist weiterhin auch auf den Bergen geboten! Die Lawinengefahrenstufe 4 – große Gefahr – wird laut Land aufgrund der anhaltenden Niederschläge auf weitere Regionen ausgeweitet. Betroffen sind zusätzlich die Ammergauer Alpen Süd, Grieskogelgruppe, Samnaungruppe, Kaunergrat, Kühtai-Geigenkamm, Sellrain-Alpeiner Berge, Glockturmgruppe, Weißkugelgruppe, Gurgler Gruppe sowie die Stubaier Alpen Mitte.
Ebenfalls Lawinenwarnstufe 4 gilt weiterhin in den Regionen Lechtaler Alpen, Mieminger Gebirge, Allgäuer Alpen Ost, Karwendelgebirge West, Verwallgruppe sowie Silvrettagebirge Ost.
„Sehr gefährliche Situation“
„Lawinen können derzeit sehr leicht ausgelöst werden, spontane Lawinenabgänge sind zu erwarten. Diese können groß werden, in den Hauptniederschlagsgebieten sind vereinzelt auch sehr große Lawinen möglich. Beobachtungen aus dem Gelände sowie bereits abgegangene Lawinen bestätigen die aktuell sehr gefährliche Situation“, warnt Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol.
Der viele Neuschnee und die starken Verfrachtungen durch den Wind würden zu einer äußerst instabilen Schneedecke führen. „Besonders gefährlich sind auch die Auslaufbereiche großer Lawinen, die unbedingt gemieden werden sollten“, betont der Experte.
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