




Trotz Schneetreibens und teils stürmischer Böen ließen sich die Wiener und Wienerinnen die Feierlaune nicht nehmen und tanzten massenhaft am 34. Silvesterpfad ins neue Jahr. Um 23 Uhr war der Andrang so groß, dass vorübergehende Platzsperren ausgesprochen wurden. Belohnt wurde man schließlich mit einem mitternächtlichen Feuerwerk bei relativ klarer Sicht (siehe Videos oben und am Storybeginn unten).
Trotz des stürmischen Wetters war die Party rasch in vollem Gange gewesen. Bei Punsch, Tschick und Gelächter schwangen die ersten Wiener und Wienerinnen sowie Touristen bereits am Nachmittag das Tanzbein.
Schon in den ersten vier Stunden der Veranstaltung (Start war 14 Uhr) waren rund 250.000 Besucherinnen und Besucher entlang der Bühnen in der Innenstadt sowie im Prater unterwegs. Die Stimmung sei „ruhig, entspannt und feierlich“, teilte die Stadt Wien mit. Bis nach Mitternacht waren demnach auch keine Zwischenfälle zu verzeichnen.
Mehr als halbe Million Besucher
Laut Schätzungen hielten sich aufgrund der kalten Witterungsverhältnisse heuer insgesamt weniger Gäste als im Vorjahr in der Innenstadt auf. Am Ende wurden es rund 550.000, hieß es in der Nacht. Im Vorjahr waren es 800.000 gewesen.
Der Silvesterpfad lud bis 2 Uhr nachts zum Feiern ein. Geboten wurde ein buntes Musikprogramm mit Beats aus allen Stilrichtungen, dazu lockten zahlreiche Gastrostände mit allerlei Schmankerln. Gefeiert wurde nicht nur am Rathausplatz, sondern auch auf der Freyung, Am Hof, Graben, am Stephansplatz, auf der Kärntner Straße und am Neuen Markt.
Platz- und Verkehrssperren
Im Laufe des Abends gab es einige Verkehrsmaßnahmen. Der Universitätsring im Bereich des Rathausplatzes wurde ab 19 Uhr für den fließenden Verkehr und damit auch für die Straßenbahnen gesperrt. Ab 21 Uhr wurde zudem die U-Bahn-Station Stephansplatz planmäßig gesperrt. Die Linien U1 und U3 hielten seither und vorübergehend nicht mehr in der Station. Vorübergehende Sperren wegen großen Andrangs gab es auch am Stephansplatz selbst sowie am Graben und in der Kärntner Straße.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, und an den Eingängen wurde streng kontrolliert:





Der Graben hatte sich kurzerhand in Wiens größte Tanzfläche verwandelt, am Nachmittag gab es dort sogar Walzer-Schnellkurse zum Mitmachen. Auch der Wintermarkt im Prater feierte kräftig mit. Wer bis zum 1. Jänner übrigens nicht allzu tief ins Glas geschaut hat und kein Ticket für den Wiener Musikverein ergattert hat, muss nicht verzichten: Das Neujahrskonzert wird live auf dem Stephansplatz und im Prater übertragen.
Weitere Eindrücke vom Wiener Silvesterpfad:














ESC-Countdown ab Mitternacht
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand auch der bevorstehende Eurovision Song Contest. Auf der größten Bühne des Silvesterpfads erklangen unter dem Motto „Best of Eurovision“ Hits aus sieben Jahrzehnten Song Contest, live begleitet von Benny King, Christiana Uikiza, einer achtköpfigen Band und DJ Alex List. Zu Mitternacht wartete ein besonderes Highlight: Nach dem Countdown begann sofort der ESC-Countdown. Die Uhr am Rathausplatz zeigt von nun an die verbleibende Zeit bis zum großen Finale am 16. Mai an.
So viel Polizei hab’ ich zu Silvester noch nie gesehen.
Fotograf Peter Tomschi, seit 30 Jahren für die „Krone“ im Einsatz
Strenge Kontrollen am Silvesterpfad: Das war verboten
An den Eingängen wurde streng kontrolliert. Waffen, Sprays, Gase, Dosen, Pyrotechnik, Megafone und Laserpointer waren ebenso verboten wie sperrige Gegenstände, Fahrräder oder Scooter. Auch zerbrechliche Gegenstände wie Gläser oder Sektflaschen, harte Objekte oder sogar Thermoskannen waren verboten. Getränke in Tetrapacks oder Trinkbeuteln waren erlaubt.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hatte bereits im Vorfeld angekündigt, für die Silvesterfeierlichkeiten kräftig aufzustocken. „So viel Polizei hab’ ich zu Silvester noch nie gesehen“, bestätigte dann auch Fotograf Peter Tomschi, der seit mehr als 30 Jahren für die „Krone“ tätig und auch heute wieder in der Wiener City unterwegs war.
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