311 Millionen Euro

Mietpreisbremse: Babler erwartet enorme Entlastung

Innenpolitik
30.12.2025 11:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die heuer beschlossenen Mietpreisbremsen bringen nach Ansicht des für Wohnen zuständigen Ministers Andreas Babler (SPÖ) deutliche Entlastungen bei den Wohnkosten. Mit dem neuen Mietrechtspaket wird im kommenden Jahr erstmals auch in die Preise ungeregelter Mieten eingegriffen. 

Aktuellen Berechnungen der Mietervereinigung Österreich (MVÖ) zufolge sparen sich Mieterinnen und Mieter 2025 und 2026 insgesamt rund 311 Millionen Euro durch die Maßnahmen, wie die SPÖ zum Jahresende mitteilte.

Im Frühjahr hatte der Nationalrat die heurigen Erhöhungen für geregelte Mietverhältnisse ausgesetzt. Darunter fallen Altbau-, Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen. Durch diese Mietpreisbremse sparten sich die Mieterinnen und Mieter im Jahr 2025 laut MVÖ-Analyse insgesamt 103,7 Millionen Euro.

(Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)

Erstmals ungeregelte Mietverhältnisse betroffen
Im kommenden Jahr steigt demnach das Einsparungsvolumen auf insgesamt 207,6 Millionen Euro. Mit Jänner tritt auch die Mietpreisbremse für den ungeregelten Bereich in Kraft: Wenn die Inflation zwischen zwei Jahren mehr als drei Prozent beträgt, darf der über drei Prozent hinausgehende Teil der Inflation nur zur Hälfte an die Mieterinnen und Mieter weitergegeben werden.

Bei geregelten Mietverhältnissen darf die Miete 2026 unterdessen nur maximal ein Prozent steigen. „Ein Durchschnittsmieter im Altbau spart sich nächstes Jahr 318 Euro“, erklärt Babler laut Mitteilung.

Haus- und Grundbesitzer: Mietbremse wird Wohnen verteuern
Der Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) bezeichnete die kolportierte Ersparnis für Mieter als „irreführend“. Die Mietpreisbremse entziehe dem Wohnungsmarkt „genau jenes Kapital, das für Erhalt, Sanierung und Neubau dringend gebraucht wird“, heißt es in einer Aussendung. Dies würde das Wohnen langfristig verteuern. Treiber der Wohnkosten seien Energiepreise, laufend valorisierte Gebühren und Betriebskosten, aber nicht die Mieten, sagt der ÖHGB.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung