Bislang war die Saison 2026 für Österreichs Tennishoffnung Joel Schwärzler nicht ganz nach Wunsch gelaufen. Abgesehen vom Erreichen des Challenger-Semifinals in Nonthaburi (Tha) Anfang Jänner, setzte es einige frühe Niederlagen. Nun könnte dem 20-jährigen Vorarlberger aber womöglich ein wichtiger Befreiungsschlag gelungen sein.
Beim ATP 125-Challenger in Lille setzte sich der Harder in der ersten Runde sensationell gegen den Belgier David Goffin durch. Der 35-Jährige, der in seiner Karriere sechs ATP-Turniere gewinnen konnte – darunter 2014 das Kitzbühel-Finale gegen Dominic Thiem – und im November 2017 bis auf Position sieben in der Weltrangliste kletterte, konnte zwar den ersten Satz nach 39 Minuten mit 6:4 für sich entscheiden. Doch Schwärzler (ATP-Nr. 246) kämpfte sich in die Partie zurück.
Schwärzler schafft die Wende
In Durchgang zwei nahm er Goffin – aktuell 119. im ATP-Ranking – das Service zum 2:0 ab und erhöhte, nachdem er fünf (!) Breakbälle abwehren konnte, auf 3:0. Zwar schaffte der Belgier, dessen größter Erfolg der Sieg beim ATP 500er-Turnier in Tokio 2017 war, noch das Re-Break zum 3:4, doch Schwärzler nahm ihm umgehend erneut das Service zum 5:3 ab und verwertete nach 45 Minuten seinen zweiten Satzball zum 6:3.
Ein Break entscheidet
Im dritten Durchgang fiel die Entscheidung dann im fünften Game. Nachdem der Vorarlberger im dritten Game drei Breakchancen ungenutzt gelassen hatte, machte er es da besser und verwertete die erste Möglichkeit, um auf 3:2 zu stellen. Beim Stand von 4:3 aus Joels Sicht, musste er nochmals zwei Breakbälle Goffins abwehren, ehe er nach einer Gesamtspielzeit von 2:15 Stunden seinen ersten Matchball zum 4:6, 6:3, 6:4-Erfolg verwerten und den Einzug ins Achtelfinale von Lille fixieren konnte.
Nun wartet Frankreich-Youngster
Dort trifft der Schützling von Coach Markus Hipfl nun am Donnerstag auf den Franzosen Moise Kouame. Der 16-jährige (ATP-Nr. 509) kam dank einer Wildcard in den Hauptbewerb und eliminierte zum Auftakt den kroatischen Qualifikanten Matej Dodig (ATP-Nr. 231) – und ist damit der erste Spieler des Jahrgangs 2009, der ein Match auf Challenger-Ebene gewinnen konnte. Bereits am Mittwoch ist Schwärzlers Doppel-Partie mit dem gebürtigen Steirer Filip Misolic gegen die belarussisch-polnische Paarung Liutarevich/Pieczonka angesetzt. Österreichs aktuelle Nummer eins musste allerdings im Einzel gegen Martin Landaluce (Sp) verletzt aufgeben, sein Antreten wackelt.
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