Kuschelkurs zu Ende? Im Jänner sind sie noch geplatzt, die Regierungsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und den Neos, zwei Monate später nach einigen Wochen eines letztlich doch nicht zur Koalitionsehe führenden blau-türkisen Flirts haben die drei Parteien bekanntlich doch noch zu einer Koalition zusammengefunden. Und versuchen seither, zumindest in der Öffentlichkeit, beinahe grenzenlose Harmonie zu demonstrieren. Dabei ist die Zusammenarbeit von drei so unterschiedlichen Parteien mit drei so unterschiedlichen Führungspersonen eine Mammutaufgabe. Übrig bleiben dabei in der Regel Kompromisse, man kann sie auch kleinster gemeinsamer Nenner nennen. Doch wie lange ist der demonstrative Kuschelkurs durchzuhalten, fragt sich zumindest das interessierte Publikum. Wird man im neuen Jahr öfter zeigen, wie uneins man eigentlich ist? Nein, man sieht es bereits im alten Jahr! Offenbar ist der Kuschelkurs schon zu Ende.
Parteichef Marterbauer? Knapp vor Weihnachten demonstrieren ÖVP wie SPÖ öffentlich, wie weit ihre Weltanschauungen an sich auseinander liegen. Auslöser ist ein Instagram-Posting der ÖVP, in dem sie auf ein Ergebnis des Integrationsbarometers verweist, wonach zwei Drittel der Österreicher das Leben mit Muslimen als schwierig empfinden würden. Das will SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer aber nicht hinnehmen. „Entschuldigung! Wir sind nicht so“, lässt Marterbauer aufhorchen. „Es wird ruppig in der Notregierung“ kommentiert Claus Pándi heute in der „Krone“ den dräuenden Konflikt. Einerseits folge die ÖVP offenbar einem „zwar nicht bewährten, aber alten Muster: Wenn schlimme Umfragen vor der Tür stehen, wird eine düstere Kampagne losgetreten.“ Andererseits könnte in der SPÖ, wie Pándi schreibt, „Marterbauer aus der Rolle des Finanzers schneller als gedacht in die Rolle des Parteichefs hineinwachsen“. Was uns da wohl blüht im neuen Jahr?
Kommen Sie gut durch den Montag!
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