Nach Lkw-Brand

Massive Schäden! A10-Tunnel bleibt lange gesperrt

Salzburg
10.01.2026 12:42

Nach dem dramatischen Lkw-Brand im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn (A10) bei Werfen in Salzburg steht jetzt fest: Die wichtige Verkehrsader bleibt noch lange gesperrt. Die Schäden sind enorm! Laut Asfinag wurden bei ersten Begutachtungen auf den ersten rund 100 Metern des Tunnels teils massive Zerstörungen festgestellt. Wann der Tunnel wieder geöffnet werden kann, ist unklar.

Der folgenschwere Unfall passierte am Freitag kurz vor 18 Uhr: Ein 41-jähriger Rumäne verlor aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Sattelschlepper und krachte gegen das rechte Tunnelportal. Der Lkw schleuderte auf die linke Spur, blieb im Tunnel stehen – und ging innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand.

Lenker in Rauchfalle gefangen
Der Fahrer konnte sich zwar verletzt aus dem brennenden Fahrzeug retten, war jedoch im dichten Rauch gefangen. Erst Atemschutztrupps der Feuerwehr konnten ihn über einen Querstollen aus der zweiten Tunnelröhre bergen. Der Mann wurde ins Uniklinikum Salzburg gebracht. Mehrere Feuerwehren standen stundenlang im Einsatz, um das Flammeninferno unter Kontrolle zu bringen.

Die enorme Hitze des Brandes zerstörte wichtige Sicherheitseinrichtungen und die Fahrbahn.
Die enorme Hitze des Brandes zerstörte wichtige Sicherheitseinrichtungen und die Fahrbahn.(Bild: APA/FEUERWEHREN BEZIRK PONGAU)

Hitze richtet verheerende Schäden an
Die enorme Hitze des Brandes zerstörte nicht nur Beleuchtungs-, Funk- und Brandmeldeanlagen, sondern auch wichtige Sicherheitseinrichtungen und die Fahrbahn. Zudem kam es zu schweren Betonabplatzungen. Experten der Asfinag sind derzeit vor Ort, um das volle Ausmaß der Schäden zu erheben. Parallel wird geprüft, ob zumindest ein eingeschränkter Verkehr – etwa ein Gegenverkehr durch die zweite Tunnelröhre – möglich ist. Fix ist aber: Die Sicherheit geht vor. „Erst nach Vorliegen sämtlicher Erkenntnisse kann über weitere Maßnahmen und die Dauer der Sperre entschieden werden“, so Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl. 

Bei einer ersten Begutachtung nach dem Unfall sind zum Teil massive Schäden auf den ersten 100 ...
Bei einer ersten Begutachtung nach dem Unfall sind zum Teil massive Schäden auf den ersten 100 Metern des Tunnels festgestellt worden.(Bild: APA/FEUERWEHREN BEZIRK PONGAU)

Stauchaos zum Ferienende
Besonders bitter: Ausgerechnet zum Ferienende in Bayern und Baden-Württemberg kam es bereits am Samstag zu massiven Verkehrsproblemen. Die Ausweichroute über die Salzachtalstraße B159 war völlig überlastet – der Stau reichte von Werfen bis nach Bischofshofen, das sind rund zehn Kilometer, sagte Harald Lasser vom ÖAMTC. Autofahrer mussten bis zu eineinhalb Stunden mehr Geduld mitbringen. Auch auf der A10 staute es sich kilometerweit bis Hüttau zurück.

Und die Lage dürfte sich weiter zuspitzen: Experten rechnen im Laufe des Tages mit noch mehr Rückreiseverkehr – und damit mit noch längeren Wartezeiten.

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