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Brunners Härtetest

Ein Jahr Kommissar: Was sich an EU-Grenzen ändert

Außenpolitik
22.12.2025 10:35
Porträt von Josef Votzi
Von Josef Votzi

Am EU-Parkett hat sich Magnus Brunner als Migrations-Kommissar eine gute Nachrede erarbeitet und punktet als „liberaler Asylverschärfer“. In Österreich hinterließ der Ex-Finanzminister hingegen einen Milliarden-Schuldenberg und gilt als fahnenflüchtig. Hätten Sie als Finanzminister öfter Nein sagen müssen, Herr Brunner?

Am Eingang ins Berlaymont herrscht am frühen Nachmittag ein Gewusel. Mitarbeiter strömen mit Lunch-Paketen zurück zum Arbeitsplatz. Besucher warten nach der peniblen Sicherheitskontrolle im Foyer darauf, zu ihrem Termin eskortiert zu werden. Im 9. Stock des kreuzförmigen Betongebäudes mit dem verblichenen Charme der 1960er-Jahre, das die Spitzenleute der EU-Kommission beherbergt, ist auch Magnus Brunner untergebracht.

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