Wirbel in Frankreich

Brigitte Macron nennt Feministinnen „Schlampen“

Außenpolitik
10.12.2025 06:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die französische Präsidentengattin hat mit einer Aussage für Empörung gesorgt: Sie bezeichnete eine Gruppe Feministinnen im Gespräch mit einem Schauspieler als „dreckige Schlampen“. Brigitte Macron rechtfertigte sich, sie habe damit lediglich eine Störaktion der Aktivistinnen kritisieren wollen. 

Maskierte Aktivistinnen hatten eine Schau des Schauspielers und Komikers Ary Abittan am Samstag unterbrochen und ihn als Vergewaltiger bezeichnet. Videos der Gesprächsszene wurden in den sozialen Medien massenhaft angeklickt, und für ihre Wortwahl musste die Première Dame viel Kritik einstecken.

Hier ist ein Video des Gesprächs zu sehen, in dem sich die Präsidentengattin zu umstrittenen Wortwahl hinreißen ließ:

Brigitte Macron mit ihrem Präsidentengatten Emmanuel Macron
Brigitte Macron mit ihrem Präsidentengatten Emmanuel Macron(Bild: AP/Thomas Padilla)

Abittan war 2021 von einer damals 23 Jahre alten Frau, mit der er einige Wochen zusammen war, der Vergewaltigung beschuldigt worden. Im April 2024 wurden die Ermittlungen gegen ihn eingestellt, eine Entscheidung, die ein Berufungsgericht im Jänner 2025 bestätigte. Erst nach einer längeren Beeinträchtigung seiner Karriere kehrte Abittan mit einer Show auf die Bühne zurück, bei der es zuvor bereits Aktionen von Aktivistinnen gab.

„Dreckige Schlampen rauswerfen“
Während des kurzen Gesprächs, das nun im Zentrum der Kritik steht, fragte Brigitte Macron den Komiker am Rande seines Auftritts am Sonntag, wie es ihm geht und spielte auf die Proteste an. „Wenn diese dreckigen Schlampen hier sind, dann werfen wir sie raus“, sagte Macron, allem Anschein nach scherzhaft formuliert.

Von etlichen Politikern und auch im Netz wurde die Präsidentengattin für ihre Worte scharf kritisiert. „Wirklich. Mir fehlen die Worte. Allein die Vorstellung, dass diese Person ganze Säle füllt, macht mich krank, aber dass die First Lady Frankreichs ihn unterstützt und sich so äußert ... Ich könnte wirklich weinen“, schrieb etwa eine Frau mit dem Namen Salome unter dem Hashtag #salesconnes.

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