Die WM-Auslosung am Freitag wurde zu einer bizarren Show zweier Selbstdarsteller – FIFA-Boss Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump sorgten für große Irritation bei den Zusehern. „Dieser Mann kennt kein Schamgefühl“, sagte etwa BBC-Kommentator Jonathan Pearce über Infantino.
Es war richtig viel Geduld gefragt! 90 Minuten dauerte es am Freitag, bis die entscheidende Phase der Auslosung startete. Zuvor hatte es einige Show-Acts gegeben und US-Präsident Donald Trump hatte den extra für ihn erfundenen FIFA-Friedenspreis erhalten.
Dann zogen Trump, Kanadas Premierminister Mark Carney und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum das eigene Land aus dem Lostopf. Als sie sich zum Verlassen der Bühne bereit machten, bat Infantino, die drei um ein Selfie, zückte sein Handy und posierte. „Dieser Mann kennt kein Schamgefühl“, konnte sich BBC-Kommentator Jonathan Pearce einen Seitenhieb in Richtung Infantino nicht verkneifen. Nachsatz: „Hoffentlich ist die Auslosung rechtzeitig zum ersten Spiel im Juni abgeschlossen.“
„Ein neuer Tiefpunkt“
Auch die Presse war entsetzt. „Was eigentlich eine Feier des schönen Spiels bei der Auslosung der WM hätte sein sollen, artete stattdessen in eine düstere Zurschaustellung politischer Speichelleckerei eines Mannes aus“, schrieb „The Mirror“. Und „The Telegraph“ meinte: „Gianni Infantinos erniedrigendes Verhalten vor Donald Trump ist ein neuer Tiefpunkt. Der FIFA-Präsident hat in der Vergangenheit zwar schon so manchen Unsinn im Namen der Redekunst von sich gegeben, aber das hier war etwas ganz anderes.“
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