Gibt Kleidung Hinweis?

Forscher uneinig über Datum von Pompejis Untergang

Wissenschaft
24.11.2025 17:53

Der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr., der Pompeji unter einer dichten Ascheschicht begrub, zählt zu den bekanntesten Naturkatastrophen der Antike. Das exakte Datum ist bis heute umstritten.

Der einzige Zeitzeuge, der das Datum in Briefen an den Historiker Tacitus erwähnte, war Plinius der Jüngere. Die ältesten Manuskripte geben als Datum den 24. August, was traditionell als der wahrscheinlichste Tag gilt.

Einige Indizien widersprechen jedoch dieser Angabe: In Pompeji gefundene herbstliche Früchte, Graffiti an Hauswänden und neue archäologische Funde, darunter eine 2018 entdeckte Inschrift, deuten darauf hin, dass die Stadt im Oktober noch existierte. Außerdem wird darüber diskutiert, dass in einigen Manuskripten die Buchstaben anders gelesen werden könnten, was auf den 1. November als mögliches Datum hindeutet.

Bilder aus Pompeji:

(Bild: AP/Ciro Fusco)
(Bild: EPA/CESARE ABBATE)
(Bild: AFP/FILIPPO MONTEFORTE)
(Bild: AP/Pompeii Archaelogical Park)
(Bild: Pompeii Excavations)
(Bild: EPA/ARCHAEOLOGICAL PARK OF POMPEII / HANDOUT)
(Bild: Arcady - stock.adobe.com)
(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)
(Bild: Francesco Bonino – stock.adobe.com)
(Bild: AFP)
(Bild: AFP)
(Bild: AFP)

Konferenz in Boscoreale
Forscher berieten an diesem Wochenende bei einer internationalen Konferenz in Boscoreale bei Pompeji über den möglichen Zeitraum des Ausbruchs, der zwischen August und November 79 n. Chr. liegen könnte.

Während der Archäologe Alessandro Russo und der Klassische Philologe Pedar Foss den 24. August als möglichen Tag des Ausbruchs für sehr wahrscheinlich halten, sprechen sich andere Forscher für einen Zeitraum zwischen September und November aus.

Forscher der Universität Valencia untersuchen die Kleidung der Opfer des Vesuvausbruchs in Pompeji von 79 n. Chr. Die Untersuchungen basieren auf Gipsabgüssen aus der Nekropole von Porta Nola, besonders auf Funden aus dem Jahr 1975.

Die Studie deutet darauf hin, dass Menschen, die außerhalb der Häuser ums Leben kamen, schwere Kleidung trugen. Im Gegensatz dazu seien die im Inneren der Wohnhäuser gefundenen Opfer in Alltagskleidung angetroffen worden. Weitere Analysen zu Stoffarten und Materialzusammensetzungen stehen noch aus.

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