Frau verschüttet

Lawinenalarm in Tirol: Sucheinsätze und Verletzte!

Tirol
11.01.2026 15:36

Es wurde vor der teils großen Lawinengefahr gewarnt – zu Recht, wie sich jetzt herausstellt: In Tirol gab es am Sonntag mehrere Einsätze – in St. Anton am Arlberg gleich zwei binnen kürzester Zeit. Am Gampen wurde stundenlang nach möglichen Verschütteten gesucht – dann die Entwarnung. Am Nachmittag wurde dann eine Skitourengeherin (58) im Unterland von einer Lawine erfasst. Sie befindet sich im kritischen Zustand. 

Gegen 11.15 Uhr gab es Lawinenalarm in St. Anton. „Im Bereich Gampen, im Skigebiet abseits der gesicherten Pisten“, wie es vonseiten der Leitstelle Tirol auf „Krone“-Nachfrage hieß. Es seien Wintersportler in dem betroffenen Bereich gesichtet worden. Von vier bis fünf Personen war die Rede. Ob tatsächlich jemand verschüttet wurde, war zunächst unklar.

Eine Person mit Hubschrauber ins Spital
Jedenfalls wurde eine große Suchaktion in die Wege geleitet, an der sich Hubschrauber, Bergrettung, Hundeführer und Pistenretter beteiligten. Eine Person wurde durch den Lawinenabgang verletzt – diese wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Zitat Icon

Die Suche verlief negativ. Es gab keine Verschütteten.

Kurt Hüttl, Bergrettung St. Anton

Sucheinsatz konnte beendet werden
Gegen 13.30 Uhr konnte dann endgültig Entwarnung gegeben werden. Wie der Ortsstellenleiter der Bergrettung St. Anton, Kurt Hüttl, auf „Krone“-Nachfrage erklärte, sei der Einsatz beendet worden. „Die Suche verlief negativ. Es gab keine Verschütteten.“ Entgegen anderer Meldungen sei die Lawine nicht teilweise auf eine Skipiste abgegangen. „Es spielte sich alles im freien Gelände abseits der Pisten ab.“

Weiterer Lawinenabgang in St. Anton
Kurz nach 12 Uhr ein weiterer Lawinenalarm in St. Anton. Diesmal am Galzig. Eine Wintersportlerin wurde offenbar von Schneemassen mitgerissen und verletzt. Das Opfer wurde rasch ärztlich versorgt. Weitere Beteiligte dürfte es in diesem Fall nicht gegeben haben.

Gegen 12.30 Uhr gab es vonseiten der Leitstelle Tirol dann einen weiteren Lawinenalarm. Am Rofan im Bereich des Grubersees ging eine Lawine ab. Bergrettung und Hubschrauber wurden alarmiert. Ein Wintersportler wurde zwar offenbar von Schneemassen erfasst, er blieb aber unverletzt.

Am Nachmittag dann ein weiterer Lawinenabgang: Eine Skitourengeherin wurde am Weerberg (Bezirk Schwaz) nordseitig unterhalb des Wetterkreuzes von einer Lawine erfasst und verschüttet. Die 58-jährige Einheimische konnte schließlich gefunden werden – sie hatte kein Lawinensuchgerät bei sich. Sie musste in kritischem Zustand in die Klinik geflogen werden.

Auch in Tux, Bereich Rastkogel, gab es einen Lawineneinsatz.
Auch in Tux, Bereich Rastkogel, gab es einen Lawineneinsatz.(Bild: ZOOM Tirol)

Weitere Einsätze im Unterland
Einsätze gab es am Sonntagvormittag auch schon im Zillertal und im Bezirk Kitzbühel. In Tux war ein Lawinenabgang gemeldet worden, verschüttet wurde niemand. Und auch in Jochberg ging gegen 10.45 Uhr eine Lawine ab. Wie sich später herausgestellt hat, war der Melder, ein 17-jähriger in Österreich lebender Deutscher, der das ein Schneebrett selbst ausgelöst hat. Die Schneemassen haben ihn zwar erfasst, dank seines Lawinenrucksacks sei er schließlich aber an der Oberfläche zum Stillstand gekommen. „Die Einsatzkräfte suchten im Anschluss nach möglichen weiteren Verschütteten, konnten den Einsatz aber gegen 13:30 Uhr beenden“, so die Polizei.

 

Teils Stufe 4: Große Gefahr im Oberland!
Aufgrund intensiver Schneefälle in den vergangenen Tagen gepaart mit starkem Wind gab der Lawinenwarndienst des Landes Tirol am Sonntag für die Regionen Silvretta, Verwall, Lechtaler Alpen und Allgäuer Alpen die zweithöchste Gefahrenstufe (Stufe 4 – große Lawinengefahr) aus.

„Zurückhaltung abseits der Pisten“
Das Land hatte bereits im Vorfeld an Wintersportler appelliert, im freien Gelände zurückhaltend zu agieren. „Wintersportler sollten sich darüber im Klaren sein, dass spontane Lawinenaktivitäten zu erwarten sind und Lawinen zum Teil recht leicht ausgelöst werden können“, betonte Norbert Lanzanasto vom Lawinenwarndienst bereits am Samstag.

In den anderen westlichen Regionen Nordtirols sowie den Zillertaler Alpen und den Hohen Tauern gilt Lawinengefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr). 

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