Sa, 21. Juli 2018

Bundesliga-Boss

02.12.2005 20:10

Mattersburgs Pucher führt Bundesliga interimistisch

Die österreichische Fußball-Bundesliga geht mit interimistischer Führung in das Jahr 2006: Vize-Präsident Martin Pucher, Obmann des SV Mattersburg, wird vorübergehend die Geschäfte führen. Ein Nachfolger von Frank Stronach soll Anfang kommenden Jahres gewählt werden. Darauf einigte sich die Präsidenten-Konferenz der 20 Bundesliga-Klubs am Freitagabend in Wien.

Stronach, der am Donnerstag der Vorwoche seinen Rücktritt als Präsident der Bundesliga angekündigt hatte, wurde zum Ehrenpräsident der Bundesliga ernannt und erhält vom Österreichischen Fußball-Bund den selten vergebenen Ehrenring. Pucher wird noch für einen geregelten Übergang zur Verfügung stehen, wird aber mit seinem Präsidenten gehen.

"Es war klar, dass wenn Stronach geht, auch ich gehe. Ich stehe für nichts mehr zur Verfügung. Ich habe versucht, Stronach umzustimmen. Dass das nicht gelungen ist, ist eine Niederlage für mich und den österreichischen Fußball", erklärte Pucher.

Sieben Jahre an Spitze der Bundesliga
"Ich gehe ohne Groll, in keiner Art und Weise", sagte Stronach. "Wir haben viel erreicht. Vor Jahren haben wir manchmal fast gerauft, jetzt sind wir kultivierter. Wir haben die Statuten geändert und es zusammen gebracht, dass jetzt die Präsidenten entscheiden. Ganz wichtig war, dass die Fernseh-Verträge kollektiv sind. Ich habe gesagt, wenn da einer alleine gehen will, spielt er nicht in der Bundesliga. Wichtig ist auch ein guter Unterbau, wir haben die Red Zac Liga verstärkt. Wir haben da einen Vertrag, dass junge österreichische Spieler spielen müssen. Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Show geht weiter", resümierte der Austro-Kanadier nach fast sieben Jahre an der Spitze der Bundesliga.

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