04.11.2005 10:37 |

Polizei greift durch

Fahrverbot wegen Trunkenheit im Rollstuhl

Ein Deutscher, der seit seiner Geburt gehbehindert ist, muss die nächsten drei Monate auf öffentlichen Straßen ohne seinen Elektrorollstuhl zurecht kommen. Der 26-Jährige ist von der Polizei mehrmals dabei ertappt worden, wie er im Vollrausch durch die Gegend kurvte...

Die Behörden der sächsischen Kleinstadt Löbau haben dem notorischen Alkolenker nicht nur den elektrischen Rollstuhl weggenommen, sondern ihm zusätzlich noch eine Verwaltungsstrafe in der Höhe von fast 2.000 Euro aufgebrummt. In den kommenden drei Monaten muss der Behinderte daher wieder auf einen mechanischen Rollstuhl umsteigen.

Wiederholte Trunkenheit im Rollstuhl
Was im ersten Moment hart klingt, hat aber durchaus seine Berechtigung: Der 26-Jährige ist schon zuvor viermal wegen Trunkenheit im Rollstuhl mit dem Gesetz in Konflikt geraten, Verwarnungen nutzen offenbar nichts. Beim fünften Mal hat ihn die Polizei schließlich aus dem Verkehr gezogen - nachts um 2, mit 2,28 Promille Alkohol im Blut...

Zehn bis 12 Flaschen Bier pro Tag
Bei der Gerichtsverhandlung war der Mann verblüffend ehrlich und gab an, sein Gefährt hauptsächlich dazu zu verwenden, um flüssigen Nachschub zu organisieren: "Ich trinke ja zehn bis zwölf Flaschen Bier am Tag!"

Donnerstag, 24. Juni 2021
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