„Sindbad“ gesunken
U-Boot-Drama vor Hurghada: Sechs Urlauber tot
Vor der Küste Hurghadas in Ägypten ist am Donnerstag ein Touristen-U-Boot gesunken. Dabei sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens neun weitere wurden verletzt. 29 Überlebende seien gerettet worden.
Das Touristen-U-Boot „Sinbad“ hatte zum Zeitpunkt des Untergangs 45 Passagierinnen und Passagiere – vorwiegend aus Russland – an Bord, wie lokale Medien berichten. Darunter seien auch Kinder gewesen. Laut der ägyptischen Zeitung „Al Masry Al Youm“ konnten bisher 29 Personen gerettet werden – doch sechs Menschen sind ums Leben gekommen. Demnach sind noch einige vermisst.
Bei den Opfern soll es sich zum größten Teil um russische Staatsangehörige handeln, wie die russische Botschaft in Kairo bestätigte. Österreicher sind nach „Krone“-Anfrage beim Außenministerium nicht betroffen.
Neun Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, vier davon schwer. Die Direktion für Sicherheit am Roten Meer teilte mit, dass sich der Unfall vor dem Yachthafen eines „berühmten Hotels“ ereignet habe. Die Verletzten seien in örtliche Krankenhäuser gebracht worden.
Hier sehen Sie ein Foto von dem U-Boot:
Touristen wollten Korallenriffe sehen
Das gesunkene U-Boot war jahrelang für touristische Fahrten in Hurghada verwendet worden. Am Donnerstag unternahmen die Touristinnen und Touristen einen Ausflug, um Korallenriffe und tropische Fische zu sehen. Das Gefährt kann etwa bis zu 22 Meter tief tauchen. Es handelte sich um einen sogenannten Halbtaucher mit einem unteren Deck, von dem aus die Unterwasserwelt beobachtet werden kann. Der Rettungseinsatz dauerte am Mittag an.
Hier ereignete sich das Unglück am Donnerstag.
Weshalb es zu dem Unfall gekommen ist, war zunächst unklar. Der letzte in Ägypten ereignete sich erst im Februar, als ein Boot auf dem Weg zu einem Tauchausflug sank. Damals konnten alle Menschen an Bord gerettet werden.
Der Vorfall erinnert an das tragische Unglück des Mini-U-Boots „Titan“ im Juni 2023. Damals kamen fünf Menschen ums Leben, die auf dem Weg zum Wrack der „Titanic“ waren. Hier wird davon ausgegangen, dass das U-Boot bereits kurz nach dem Abtauchen implodierte.
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