Immer wieder zündelte ein 60-jähriger Obdachloser auf diversen Bahnhöfen in Tirol und setzte Toiletten, Sitznischen und Bänke in Brand. Vor Gericht erklärte der Mann die Beweggründe für seine Taten und muss jetzt hinter Gitter.
Ein Tiroler zog Ende 2024 eine regelrechte Feuerspur durch Tirol. Auf den Bahnhöfen in Kufstein, St. Johann und Fulpmes sorgte der 60-Jährige für Brände in Toiletten oder zog Bänke, Sitznischen sowie Türen in Mitleidenschaft. „Mir war kalt“, brachte der Obdachlose die Motivation für die Taten schlicht auf den Punkt.
Auch Lebensmittel gestohlen
Der Tiroler hatte aber noch mehr „ausgefressen“. So geriet etwa durch seine Zigarette ein Heustadel in Brand und er ließ in einem Geschäft ein Glas Honig, eine Flasche Jägermeister sowie eine Schokowaffel mitgehen. „Weil ich hungrig war“, sagte der Angeklagte kurz und knapp dazu.
Ich war hungrig.
Der Angeklagte vor Gericht
Urteil noch nicht rechtskräftig
Nach kurzer Beratung verhängte der Schöffensenat – bei einem Strafrahmen von bis zu zehn Jahren Haft – ein vergleichsweise mildes Urteil. Der Mann muss 18 Monate hinter Gitter. „Sie hatten es bisher im Leben sicher nicht einfach“, argumentierte Richter Andreas Fleckl. Auch habe ein Psychiater festgestellt, dass von einer „eingeschränkten Zurechnungsfähigkeit“ auszugehen sei. Dennoch muss der Obdachlose für die Schäden in Höhe von über 3300 Euro aufkommen. Nicht rechtskräftig.
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