Mehr als ein Dutzend Jugendliche wurden von der Staatsanwaltschaft Wien im grausamen Akt um den monatelangen Missbrauch einer zwölfjährigen Schülerin als Beschuldigte geführt. Zwei Syrer wurden bereits rechtskräftig freigesprochen. Das Ermittlungsverfahren gegen fünf weitere Burschen wurde nun eingestellt ...
„Eingestellt, weil die dem Ermittlungsverfahren zugrunde liegende Tat nicht mit gerichtlicher Strafe bedroht ist“, heißt es in der Benachrichtigung der Staatsanwaltschaft Wien. Fünf Burschen, die im Fall Anna (Name geändert) als tatverdächtig galten, müssen nicht vor Gericht – zwei von ihnen waren zum Tatzeitpunkt noch nicht einmal strafmündig. Die Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen Missbrauchs wurden eingestellt.
Monatelang von Bande missbraucht
Über Monate hinweg soll die damals Zwölfjährige wie eine Trophäe in einer Multikulti-Bande, bestehend aus 17 Jugendlichen, weitergereicht, mit Sexvideos erpresst und vergewaltigt worden sein – so der Ermittlungsverdacht der Anklagebehörde.
Nächster Prozess Ende März
Und es kam auch schon zu Prozessen gegen zwei junge Syrer. Der Vorwurf: Sie hätten die Schülerin in der Umgebung des Antonsplatz in Wien-Favoriten vergewaltigt. In beiden Fällen erging ein rechtskräftiger Freispruch – der für Kritik sorgte. Am 24. März steht nun jener 18-jährige Afghane vor Gericht, der im Sommer 2023 mit Anna in einer Beziehung gewesen sein soll. Die Anklage gegen ihn lautet auf „sexuellen Missbrauch Unmündiger“, versuchte „Nötigung“ und „Kindesmissbrauchsdarstellungen“.
Rund zehn Jugendliche werden in der grausamen Causa noch als Beschuldigte geführt. Annas Mutter äußert gegenüber der „Krone“ nun ihre Angst, dass auch die Verfahren gegen die übrigen Burschen eingestellt wird. „Das ist natürlich ein Schlag ins Gesicht“, kommentiert sie die Nachricht der Staatsanwaltschaft Wien.
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