Halber Meter Neuschnee

Endlich Winter in Sicht, aber Lawinenwarner bangen

Tirol
05.01.2026 19:00

Spät aber doch: Ab dem Wochenende wird es vor allem im westlichen Tirol winterlich, mit rund einem halben Meter Neuschnee auf den Bergen. Die Kombination mit stürmischen Winden lässt die Lawinengefahr aber stark steigen. Ein Wochenende mit Lawinenunglücken droht.

Dass in Tirol Winter ist, ließ sich bisher fast ausschließlich beim Blick auf den Kalender und auf Kunstschneebänder in Skigebieten erkennen. Einen dermaßen drastischen Mangel an Naturschnee gab es um diese Zeit viele Jahre nicht mehr.

Bislang nur mäßige Lawinengefahr
Entsprechend niedrig war in den vergangenen Tagen und Wochen die Lawinengefahr. Derzeit herrscht ohnehin überwiegend nur Warnstufe 1 – geringe Lawinengefahr – also die niedrigste Stufe. Im Bereich des Alpenhauptkamms gibt es immerhin Stufe 2 – mäßige Gefahr. Bisher ereignete sich auch „nur“ ein Lawinenunglück mit tödlichem Ausgang.

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Am Wochenende droht eine gefährliche und unfallträchtige Situation.

Patrick Nairz, Leiter Lawinenwarndienst Tirol

Doch die günstige Situation endet spätestens am Freitag dieser Woche abrupt. Denn auf die trockene Extremkälte mit bis zu minus 20 Grad in manchen Tälern folgen jetzt steigende Temperaturen und einiges an Schneefall – vor allem in höheren Regionen.

Westen und Nordwesten die Hotspots
„Vor allem der Westen und Nordwesten Tirols wird einiges an Schnee abbekommen“, blickt Tirols oberster Lawinenwarner Patrick Nairz mit Sorgenfalten auf das Wochenende. „Aktuell sagen die – konservativen – Prognosen rund einen halben Meter Neuschnee besonders in der Arlbergregion voraus.“

Die Schneefälle treffen wohl in mehreren Staffeln ein, die Schneefallgrenze wird sich immer wieder verändern. Die Strömung hat außerdem stürmische Winde im Gepäck. Und der Wind gilt bekanntlich als „Baumeister“ der Lawinen.

Unfallträchtiges Wochenende droht
Zu befürchten ist, dass Tourengeher und Freerider trotz deutliche steigender Lawinengefahr den lang ersehnten Neuschnee sofort ausnützen wollen. „Es droht eine gefährliche und unfallträchtige Situation“, warnt Experte Patrick Nairz. 

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