Wirbel um Nestlé: In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden hat der Lebensmittelkonzern vorsorglich bestimmte Chargen von verschiedenen Säuglingsnahrungsprodukten, die in Österreich verkauft wurden, zurückgerufen. Das Gesundheitsministerium in Wien betont nun: „Es ist die größte Rückrufaktion in der Unternehmensgeschichte!“
Konkret geht es um Chargen der Säuglingsnahrung BEBA und Alfamino. Insgesamt betrifft der Rückruf laut Ministerium weltweit über 800 Produkte aus mehr als zehn Nestlé-Werken. Das Unternehmen betonte, dass nicht 800 Produkte zurückgerufen, sondern überprüft wurden.
Betroffene Produkte nicht mehr im Handel
In Österreich wurden im Rahmen einer Sicherheitsüberprüfung durch die AGES in zwei Produktchargen geringe Mengen des Toxins Cereulid festgestellt. Die betroffenen Produkte wurden bereits aus dem Handel genommen, hieß es am Montag seitens des Ministeriums. In Folge wurden in Österreich demnach 32 Chargen vorsichtshalber zurückgezogen.
Die nachgewiesenen Konzentrationen des Toxins waren so gering, dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann.
Aussendung des Gesundheitsministerium
Noch keine Krankheitsfälle bekannt
Laut Gesundheitsministerium sind weltweit keine Krankheitsfälle bekannt, die mit dem Konsum der betroffenen Produkte in Verbindung stehen. Eltern, deren Kinder Symptome wie Erbrechen oder Durchfall zeigen, wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen. Betroffene Produkte können problemlos zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird vollständig ersetzt.
Bei Beschwerden soll Arzt oder Ärztin aufgesucht werden
„Wer ein solches Produkt zu Hause hat, sollte es nicht mehr verwenden, sondern zurückbringen“, riet das Ministerium. Bei gesundheitlichen Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen.
Was sollten Konsumenten in Österreich tun?
Die betroffenen Produkte:
Für Fragen zu Produkten und Rückgabe steht das Nestlé-Verbraucherservice-Team zur Verfügung:
Telefon: 0800 23 44 944 (werktags von 9:00-17:00 Uhr)
E-Mail: konsumenten.service@at.nestle.com
Mögliche Verunreinigung in Öl
Im Dezember 2025 wurde laut Nestlé bei einer Qualitätsüberprüfung eine mögliche Verunreinigung mit dem Bakterium Bacillus cereus in einem Ara-Öl eines Zulieferers festgestellt, welches in bestimmten Säuglingsnahrungsprodukten verwendet wurde. Dieses Bakterium kann das hitzestabile Toxin Cereulid bilden, das bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen verursachen kann. Sehr selten und in hohen Konzentrationen kann es zu schwereren Krankheitsverläufen kommen. Das Toxin vermehrt sich im Produkt nicht weiter.
Stiller Rückruf bereits über Weihnachtsfeiertage
Nestlé hat in Abstimmung mit internationalen und österreichischen Behörden bereits über die Weihnachtsfeiertage einen stillen Rückruf durchgeführt und die betroffenen Produkte aus den Regalen entfernt. Mit Montag folgte nun ein öffentlicher Rückruf – „als zweiter Schritt eines üblichen, abgestuften Verfahrens“. Die unverzügliche Information war nicht notwendig, da laut AGES, da die nachgewiesenen Konzentrationen von Cereulid so gering waren, „dass keine Gesundheitsgefährdung besteht“.
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