Die dritte Anklage im erschütternden Fall um eine damals 12- beziehungsweise 13-jährige Wienerin steht. Das Mädchen soll – wie berichtet – über mehrere Monate hinweg von Jugendlichen aus dem Antonspark in Wien-Favoriten missbraucht worden sein. Die ersten beiden Prozesse endeten mit Freisprüchen. Doch jetzt lautet die Anklage erstmals nicht auf Vergewaltigung ...
Nach den beiden Syrern, die vor einigen Wochen jeweils vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden sind, ist nun ein 18-jähriger Afghane mit einer Anklage konfrontiert. Wie die „Krone“ erfahren hat, soll gegen ihn am 24. März im Wiener Landesgericht verhandelt werden.
Anders als in den ersten beiden Fällen, lautet der Vorwurf diesmal nicht „Vergewaltigung“. Vielmehr wird dem zum Tatzeitpunkt im Herbst 2023 16-Jährigen von der Staatsanwaltschaft Wien „sexueller Missbrauch Unmündiger“, versuchte „Nötigung“ und „Kindesmissbrauchsdarstellungen“ vorgeworfen.
Beschuldigter kannte Annas Alter
So soll der Jugendliche, den Anna (Name von der Redaktion geändert) im Sommer 2023 kennengelernt hatte und mit dem sie eine Beziehung einging, den Geschlechtsverkehr mit der Schülerin gefilmt haben und ihr auch damit gedroht haben, Videos weiterzuleiten. Darüber, dass das Mädchen damals 13 Jahre jung und somit unmündig gewesen ist, habe der Beschuldigte laut Anklage Bescheid gewusst. Zudem hätten die Ermittler 15 Bilddateien von deutlich unmündigen Mädchen und Buben auf dem Smartphone des Beschäftigungslosen gefunden.
„Meine Mandantin ist erleichtert, dass die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben hat und sie hofft auf ein gerechtes Urteil“, sagt Opfervertreter Sascha Flatz. Laut dem Anwalt habe der nun Angeklagte dem Mädchen vorgespielt, dass er sie vor den anderen Tätern retten werde, sie aber dann ausgenutzt.
Insgesamt wird in der verstörenden Causa noch gegen mehr als ein Dutzend Jugendliche ermittelt.
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