„Schwein zugelaufen!“

Entlaufene Sau ging online auf Suche nach Besitzer

Burgenland
05.01.2026 19:00

Ausgebüxt! Ein 60-Kilo-Schwein hatte sich im Burgenland aus dem Staub gemacht. Das kecke Borstenvieh verirrte sich in einen fremden Garten.

Als Zigtausende Festgäste in der lauschigen Silvesternacht das Neue Jahr begrüßten, wurden sie noch als Glücksbringer verschenkt. Nur vier Tage danach ist ein waschechtes Schwein aus dem Bezirk Oberwart in eine völlig andere Rolle geschlüpft und hielt einen ganzen Ort regelrecht auf Trab. Das 60 Kilogramm schwere Borstenvieh war seiner Besitzerin in Kemeten offenbar beim Füttern entwischt und nicht mehr auffindbar.

Fluchtwege blockiert
Allzu weit kam das umtriebige Schwein allerdings nicht, sein Tatendrang hat sich in Grenzen gehalten. Tatsächlich verschlug es den Ausreißer in einen Garten gleich in unmittelbarer Nachbarschaft. Als der überraschte Hausherr den unerwarteten Gast entdeckte, blockierte er ihm sofort alle Fluchtwege, weil direkt neben dem Grundstück die stark frequentierte Bundesstraße vorbeiführte.

„Schwein zugelaufen!“ Die Meldung erging umgehend an die Polizei. Zur Unterstützung startete Bürgermeister Wolfgang Koller einen Rundruf, um den Tierhalter ausfindig zu machen – vergebens.

Happy End für das Schwein
Mit vereinten Kräften konnte das Borstenvieh in ein Ersatzquartier, den Stall im früheren Betrieb des Gemeindevorstandes, übersiedeln. Über die Homepage des 1550-Einwohner-Ortes erfolgte der dringende Aufruf: „Wenn jemand sein Schwein vermisst, bitte am Gemeindeamt melden!“

Es dauerte nicht lange, bis die Besitzerin auf den Appell aufmerksam wurde. „Die Rettungskette hat rasch funktioniert. Alles ist gut ausgegangen“, freut sich der Bürgermeister.

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