Ein Serbe wurde im August des Vorjahres offenbar von Landsmännern in einer Innsbrucker Bar brutal verprügelt. Nun kam es zum Prozess. Doch die Tatwaffe und das Motiv für den Angriff sind weiterhin unklar.
Wilde Szenen spielten sich im August des Vorjahres mitten in der Tiroler Landeshauptstadt ab. Vier Männer – darunter der Angeklagte – sollen in eine Bar gestürmt sein und einen Mann gezielt attackiert haben. Mit Gläsern, Stühlen, Schlägen und angeblich auch zwei Hämmern wurde das Opfer schwerst verletzt.
Motiv für Angriff vorerst unklar
Ein wirkliches Motiv für den Angriff wusste der 48-Jährige am Montag beim Prozess nicht zu benennen. „Ich erinnere mich nur daran, dass einer meiner Leute blutete und dann das ganze Geschehen losging“, meinte der Serbe, der die Tat unter anderem mit seinem Neffen und seinem Bruder – beide sind nicht greifbar und mittlerweile wohl wieder in ihrer Heimat – verübt haben soll.
Hämmer hatten wir definitiv nicht dabei.
Der Angeklagte vor Gericht
War die Brutalo-Attacke „nur“ Notwehr?
Er gab zwar mehrere Faustschläge in dieser Nacht zu, dies sei allerdings „Notwehr“ gewesen. „Hämmer hatten wir definitiv nicht dabei“, sagte der Angeklagte.
Prozess für weitere Zeugen vertagt
Auch die Einvernahme des schwer verletzten Opfers brachte in Bezug auf ein mögliches Motiv kein Licht ins Dunkel. „Wir hatten vor einem Jahr ein kleines Problem miteinander.“ Grundlos seien damals Beleidigungen der Mutter eines Beteiligten und deren Kinder gefallen. „Aber mehr war da nicht.“ Für weitere Zeugen wurde die Verhandlung vertagt.
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