18.07.2013 16:01 |

Pech in Las Vegas

Nach Banküberfall in Wien Beute beim Pokern verspielt

Wie geraubt, so zeronnen: Nachdem er in Las Vegas bei einem Pokerturnier seine Beute verspielt hatte, hat sich ein 33-jähriger Bankräuber am Flughafen Berlin-Tegel der Polizei gestellt und den Überfall auf ein Geldinstitut in Wien-Favoriten am 3. Juni gestanden. "Momentan ist er noch in Berlin", sagte Polizeisprecherin Adina Mircioane am Donnerstag. Nun wartet die heimische Exekutive auf die Auslieferung des Mannes.

Der Arbeitslose, der bereits 2006 und 2008 wegen ähnlicher Delikte vor Gericht gestanden war, meldete sich laut Polizeipressestelle Ende Mai behördlich von seinem Wohnsitz bei seiner Mutter ab. Nach dem Überfall auf eine Bankfiliale in der Laxenburger Straße, bei dem er eine nicht unerhebliche Summe erbeutet hat, tauchte er unter dem Vorwand ab, in Kroatien zu arbeiten. Nach etwa einer Woche befand sich der Verdächtige wieder in Wien und registrierte die Fahndungsfotos, die die Polizei am 10. Juni von ihm ausgab.

Nach Riesenverlust mit letztem Geld Rückflugticket gekauft
Der Mann nahm daraufhin Reißaus und setzte sich über Kroatien nach Las Vegas ab. Dort wurde er am 21. Juni bei einem Pokerturnier gesichtet, bei dem er einen erheblichen Teil seiner Beute verspielte und ausschied. Mit dem letzten Geld erstand er ein Rückflugticket. Dann stellte sich der 33-Jährige Polizeibeamten in Berlin und gestand den Banküberfall.

Glückloser Räuber vor Auslieferung an Österreich
Ob der glücklose Räuber den Überfall so geplant hatte, um mit der Beute am Pokerturnier teilnehmen zu können, ist noch unklar. Die Auslieferung nach Österreich wurde bereits beantragt.

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