„Nichts Böses gedacht“

Tirolerin (63) soll Mädel aus Garten gelockt haben

Tirol
05.02.2025 06:00

Schwere Vorwürfe gegen eine 63-jährige Tirolerin am Dienstag vor dem Innsbrucker Landesgericht. Die Frau soll im Oktober des Vorjahres im Bezirk Kitzbühel die dreijährige Tochter ihrer Nachbarn aus dem Garten gelockt und laut Anklage zu entziehen versucht haben. 

„Das Mädchen hat geweint“, schilderte die Angeklagte. Um es zu beruhigen, wollte sie mit dem Kind zum nahegelegenen Supermarkt gehen und Stiefel sowie Süßigkeiten kaufen. „Ich habe mir aber absolut nicht Böses dabei gedacht“, zeigte sich die 63-Jährige reumütig.

Mutter musste kurz auf die Toilette
Die Eltern der Dreijährigen sind von den Aussagen ihrer Nachbarin nicht wirklich überzeugt. „Unsere Tochter kann seither nicht mehr allein einschlafen und ist Wesensverändert“, erklärte die Mutter, die damals nur kurz ins Haus auf die Toilette gegangen war. Plötzlich war ihr Mädchen weg. Gut zehn Minuten sei die Kleine mit ihrer Nachbarin unterwegs gewesen, ehe der Vater die beiden entdeckte.

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Ich bereue es sehr und würde es nicht wieder tun.

Die Angeklagte vor Gericht

Innere Tatseite „strittig“
Am Innsbrucker Landesgericht wurde die 63-Jährige schließlich freigesprochen. Die innere Tatseite sei strittig. „Die Angeklagte habe sich wohl tatsächlich nichts Böses mit der Aktion gedacht“, glaubt die Richterin.

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