Der 53-Jährige hatte sich vor knapp vier Jahren von der Mutter seiner beiden bereits erwachsenen Söhne getrennt und in seiner alten Heimatstadt Bitola am Balkan die um 19 Jahre jüngere Mazedonierin kennen- und lieben gelernt. Er versprach der Mutter zweier Kinder eine bessere Zukunft, holte die damals 31-Jährige nach Wien und heiratete sie.
Am 24. Juni 2011 wurde ihr Sohn geboren – das Glück schien perfekt. Doch bald hing der Haussegen in der bescheiden eingerichteten Gemeindebauwohnung in Wien-Favoriten schief. Der Verdächtige soll seine Frau seit September 2012 dann mehrfach misshandelt haben, worauf sie im Mai einen Schlussstrich zog und in ein Frauenhaus floh.
Mit Küchenmesser zur "Aussprache"
"Mein Vater wollte sie und seinen Buben nicht verlieren", sagt sein 29-jähriger Sohn nach dem Besuch im Gefängnis zur "Krone". Am Donnerstag soll der 53-jährige Küchengehilfe dann seiner Ehefrau bei der Schutzeinrichtung aufgelauert haben. "Er sagte mir, er wollte eine Aussprache. Damit sie mit dem Kind zurückkommt." Warum er zur "Aussprache" mit einem Küchenmesser mit 30-Zentimeter-Klinge kam, sagte er auch im Gespräch mit seinem Sohn nicht. Was dann geschah, ist bekannt: Die 33-Jährige wurde von hinten mit dem Messer attackiert und starb vor den Augen ihres Kindes.
Wenige Tage vor dem zweiten Geburtstag verlor so der kleine Bub seine Mutter. Nun ist der Zweijährige beim Jugendamt untergebracht. Sein zweiter Halbbruder (36) versucht derzeit die Obsorge zu bekommen. Er hat eine Frau und drei Kinder. "Irgendwann werden wir ihm das alles beibringen müssen", so der 36-Jährige.
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