Dagegen ist für Europameister Griechenland der WM-Zug so gut wie abgefahren. Die Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel verlor ihr Spiel in der Gruppe 2 in Kopenhagen durch ein Tor von Gravgaard (43.) gegen Dänemark 0:1 (0:1) und hat nur noch theoretische Chancen, zur WM 2006 zu gelangen. Denn hinter der schon qualifizierten Ukraine (25 Punkte) haben vor dem letzten Gruppen-Spieltag am Mittwoch die Türkei (20) und Dänemark (19) bessere Karten in der Hand als die Hellenen (18), um als Gruppen-Zweite die Relegations-Spiele zu erreichen.
Die Niederlande gewannen in Tschechien souveräner als erwartet. Der Hamburger van der Vaart (32.) und Opdam (39.) stellten den Sieg schon vor der Pause sicher. Die Tschechen verspielten ohne den verletzten Torjäger Jan Koller zudem die Chance, als einer der beiden besten Gruppen-Zweiten direkt das WM-Ticket zu lösen. Mehr noch: Sie müssen nun am Mittwoch in Finnland noch Rumänien vom zweiten Platz verdrängen, um überhaupt die Relegations-Chance zu erhalten.
In der Gruppe 5 sicherte sich Italien dank des Treffers von Zaccardo (78.) zum Sieg über Verfolger Slowenien das WM-Ticket. Gleiches schaffte zwar auch Portugal in der Gruppe 3, doch gegen den Fußball-Zwerg aus Liechtenstein reichte es nur zum knappen Erfolg. Pauleta (49.) und Gomes (86.) sicherten das mühsame 2:1 gegen den krassen Außenseiter. In der Gruppe 8 übernahm Kroatien durch das 1:0 über den bisherigen Spitzenreiter Schweden (21) wieder die Führung. Das "goldene Tor" erzielte Srna (56./Foulelfmeter). Die Kroaten stehen mit ihren 23 Zählern als einer der zwei besten Zweiten fest.
Gleiches gilt in der Gruppe 6 für das am Samstag spielfreie Polen (24) und England (22) vor dem "Endspiel" um den Gruppensieg in Manchester. Das englische Team von Trainer Sven-Göran Eriksson tat sich in Manchester beim 1:0-Pflichtsieg gegen Österreich allerdings unerwartet schwer. Den entscheidenden Treffer erzielte Lampard (25.) vom FC Chelsea per Foulelfmeter. In der letzten halben Stunde mussten die Gastgeber ohne Kapitän Beckham (59.) auskommen. Der Star von Real Madrid sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.
Serbien-Montenegro hat einen großen Schritt Richtung Deutschland gemacht. Die Serben siegten dank der Treffer von Kezman (42.) und Vukic (88.) souverän 2:0 in Litauen und führen die Gruppe 7 mit 19 Punkten weiter vor Spanien (17) an, das dank Torres (55./58.) 2:0 in Belgien gewann. Bosnien-Herzegowina (16) setzte sich dank Bolic' Dreierpack (47./74./82.) mit 3:0 gegen San Marino durch und bleibt vor dem Duell am Mittwoch bei den Serben ebenfalls im WM-Rennen.
Superspannend bleibt es in Gruppe 4. Dort übernahm Israel durch das 2:1 über die Färöer Inseln mit 18 Punkten zwar die Führung, doch die Israelis sind mit ihrer Ausscheidung bereits durch. Die Verfolger Schweiz und Frankreich (beide 17) trennten sich 1:1, und auch Irland (16) hat durch den 1:0-Auswärtserfolg auf Zypern noch WM-Chancen.
Ghana, Angola, Togo, Elfenbeinküste und Tunesien
Die Fußball-Nationalmannschaften von Ghana, Angola, Togo und der Elfenbeinküste haben sich zum ersten Mal sowie Tunesien zum bereits vierten Mal für die Endrunde einer Weltmeisterschaft qualifiziert. Kamerun, Nigeria, der Senegal und Marokko verpassten dagegen am letzten Spieltag der Afrika-Ausscheidung die Teilnahme an der WM 2006 in Deutschland.
Paraguay und Ecuador in Südamerika qualifiziert
In Südamerika haben sich die Nationalteams von Paraguay und Ecuador nach Argentinien und Weltmeister Brasilien für die Fußball-WM 2006 in Deutschland qualifiziert. Chile und Kolumbien (je 21 Punkte) kämpfen noch, ebenso wie Uruguay (22), um den fünften Tabellenplatz, der zu zwei Qualifikationsspielen gegen Australien berechtigt.
Costa Rica weiter
Auch Costa Rica hat sich für die Fußball- Weltmeister 2006 qualifiziert. Das Team setzte sich am Samstagabend (Ortszeit) in San Jose gegen die USA mit 3:0 (1:0) durch und sicherte sich in der Gruppe Nord-/Mittelamerika/Karibik den dritten Platz. Mexiko und die USA hatten schon zuvor die Tickets für die WM in Deutschland gelöst. Costa Rica ist das 24. Land, das als Teilnehmer an der WM-Endrunde feststeht.
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