Weihnachtswunder wäre übertrieben, aber ein Geschenk ist es allemal: Der auf Zypern stationierte Uwe Giermaier hat es dem Zufall zu verdanken, dass er den Heiligen Abend mit seiner Familie in Feldkirchen verbringen darf.
Wie aktuell insgesamt 600 Soldaten des heimischen Bundesheeres, und davon 123 seiner Landsleute aus Kärnten, befindet sich auch Vizeleutnant Uwe Giermaier derzeit im Auslandseinsatz. Der Feldkirchner ist als entsandter Militär im UN-Dienst für den Erhalt des Friedens auf Zypern stationiert. Wie auch zwei weitere rot-weiß-rote Bundesheer-Kollegen
„Ich bin jetzt bereits seit 2. Juli wieder hier im UN-Hauptquartier in Nikosia – und die Tätigkeit ist immer jeweils für ein Jahr ausgeschrieben“, so Uwe Giermaier im Telefongespräch mit der „Krone“. Nach sechs bereits absolvierten Auslandseinsätzen im Kosovo, und zwei in Bosnien ist dies für den Kärntner nun bereits die zweite Entsendung nach Zypern.
Im Auftrag des UN-Nachrichtendienstes
Der Vizeleutnant ist als speziell ausgebildeter, sogenannter Militär-Geograf vor Ort im Einsatz. Wie auch an seinem Hauptstützpunkt, dem Militärkommando Kärnten. Der Soldat aus Leidenschaft verfügt mittlerweile über große, internationale Erfahrung - und hat im Zuge seiner Laufbahn nebenbei auch noch ein Studium an der Uni Klagenfurt absolviert. Weshalb er auch in der Abteilung des UN-Nachrichtendienstes eingesetzt ist.
Konkret erstellt der Kärntner für die auf Zypern in den „Puffer-Zonen“ eingesetzten UN-Einheiten digitale Landkarten, die auf Mobiltelefonen, Smartuhren oder Tablets verwendet werden. Und sein Angebot ist um einiges genauer und ausführlicher, als die üblichen, bekannten Internetdienste wie Google Maps. Zumal es in der Natur der Sache liegt, dass diese eigens erstellten Geo-Programme hohen Sicherheitsstandards unterliegen.
„Erst ausschlafen, dann Weihnachtsvorbereitungen“
Viermal pro Auslandsjahr ist der Kärntner auf kurzzeitigen Heimatbesuch, zweimal wird er von seiner Familie besucht. Und eigentlich hätte Uwe Giermaier den bevorstehenden Heiligen Abend mit seinen UN-Kollegen auf Zypern, also einige Flugstunden von seiner Frau und seinen drei Kindern entfernt, verbringen sollen.
„Es hat sich aber kurzfristig und unerwartet so ergeben, dass ich über Weihnachten nun zum Glück doch nach Hause kann. Und ich habe tatsächlich noch einen Flug am 23. nach Wien bekommen, werde hier von meiner Tochter abgeholt und bin dann gegen Mitternacht bei meiner Frau in Kärnten. Danach ist einmal ausschlafen angesagt – um dann gemeinsam alles für das Weihnachtsessen und die Feiertage vorzubereiten.“
Auch Silvester- und Geburtstagsfeier in der Heimat
Zurück in den Süden geht es für den Vizeleutnant schließlich erst wieder nach Silvester, am 5. Jänner. „Somit kann ich auch noch den Geburtstag einer Tochter mitfeiern.“ Eine familiäre Auszeit, die der Kärntner auch braucht, wie er verrät. In diesem Sinne wünscht die „Krone“ schöne Feiertage!
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