Wer in einem Bundesland wohnt, aber in einem anderen behandelt wird, ist Gastpatient. In Wien gilt für diese schon länger eine Obergrenze, was jüngst für Streit gesorgt hat. Die Spitäler im Tourismusland Tirol bekommen viele Gastpatienten, besonders die Uniklinik Innsbruck. Alle Planeingriffe aus anderen Bundesländern kann man jedoch nicht aufnehmen. Auch, weil die Finanzierung Probleme macht.
Es ist keine große Überraschung: Die meisten Gastpatienten in Tirol wurden 2023 an der Innsbrucker Klinik behandelt. Deren Ärztlicher Direktor Alois Obwegeser erklärt die hohen Zahlen in Tirol vor allem damit, „dass wir als Tourismusland relativ viele akute Fälle haben“. Die meisten stationären Aufnahmen resultierten 2023 laut ihm aus Verletzungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch auch für planbare Eingriffe – vor allem Krebsbehandlungen – kommen Patienten nach Tirol. „Weil wir eine Universitätsklinik sind und auch für hochkomplexe Eingriffe spezialisiert sind, werden wir oft angefragt“, erläutert Obwegeser.
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