Tirols Wirtschaftslandesrat Mario Gerber nimmt Stellung zur Wahl in den USA und zur Regierungskrise beim großen Nachbar. Zweiteres bereitet dem Politiker große Sorgen. Mit dem Sieg von Donald Trump sieht Gerber „Ruhe einkehren“.
Klar gewonnen hat in den USA die Präsidentschaftswahlen der Republikaner und ehemalige Präsident Donald Trump. Das prognostizierte Kopf-an-Kopf-Rennen mit Kamala Harris blieb aus. Angesprochen auf die Auswirkungen für den Tiroler Wirtschaftsstandort meint der zuständige Landesrat Mario Gerber (ÖVP), dass „die USA für den Tourismus hierzulande ein Zukunftsmarkt sind. Der Sieg von Donald Trump ist ein demokratisches Ergebnis, das zu respektieren ist. Meiner Einschätzung nach dürfte nun wieder Ruhe und Stabilität einkehren. Für unseren Tourismus sehe ich derzeit keine negativen Auswirkungen“.
Die USA sind zwar auch ein Handelspartner für Tirol, aber in einem „vernachlässigbaren“ Ausmaß.

Mario Gerber
Bild: Christof Birbaumer
Keine negativen Auswirkungen auch in anderen Sektoren
Auch auf die anderen Wirtschaftszweige dürfte Trumps zweite Amtszeit keine schlechten Auswirkungen haben. „Die USA sind zwar auch ein Handelspartner für Tirol, aber in einem ,vernachlässigbaren‘ Ausmaß.“ Wichtig sei natürlich, dass die EU als Ganzes diplomatische Gespräche mit der neuen US-Regierung sucht und etwaige Handelskriege im Vorfeld im Keim erstickt. Laut dem Landesrat liegt das Wirtschaftswachstum in den USA bei 2,9 Prozent.
Deutschland großes Sorgenkind
Viel mehr Sorgen bereitet dem Politiker die Regierungskrise in Deutschland. „Die Ampelkoalition ist gestorben“, sagt Gerber, „es braucht jetzt schnellstmöglich eine stabile Regierung.“ Anders als die USA ist Deutschland für Tirol der wichtigste Handelspartner. Auch im Tourismus stammt jeder zweite Gast von dort. „Eine Krise ist nie gut, denn dann bleiben die Touristen mitunter Zuhause.“
Es braucht auch Impulse für die Industrie, damit die deutsche Wirtschaft wieder wächst.

Mario Gerber
Bild: Christof Birbaumer
„Sonst können wir nicht mehr gut wirtschaften“
Doch nicht nur eine stabile deutsche Regierung fordert Gerber. „Es braucht auch Impulse für die Industrie, damit die deutsche Wirtschaft wieder wächst. Sonst geraten wir in eine Abwärtsspirale, von der auch Tirol betroffen sein wird.“
Abschließend fordert der Politiker auch für Österreich ein „Reformregierung“ und dass die Lohnstückkosten sinken müssen. „Sonst können wir nicht mehr konkurrenzfähig wirtschaften.“
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