
Zwei neue Gebäude – ein barrierefreies Besucherzentrum und eine Wäscherei – wurden jetzt in Sonnberg im Weinviertel eröffnet. Der Häf’n wird mit neuer Photovoltaikanlage jetzt aber auch „grüner“. Und ebenso ist man nun auch für die schönste Nebensache der Welt besser gerüstet. 2,5 Häftlinge kommen dort auf einen Bediensteten.
Der Umbau des Gefängnisses Sonnberg im Bezirk Hollabrunn dauerte mehr als eineinhalb Jahre. Mit zwei neuen Gebäuden wurden nun auch die Forderungen der Volksanwaltschaft nach einer barrierefreien Besuchsmöglichkeit umgesetzt. Und auch für die schönste Nebensache der Welt, die im Latein der Justitia-Jünger als „Durchführung von Langzeitbesuchen“ bezeichnet wird, konnten jetzt Zimmer geschaffen werden. Genauso, wie Räume, die ein Gespräch vor einer Wand sowie am Tisch ermöglichen. Auch die Wäscherei findet in den Neubauten ihren Platz.
Sonnberg schöpft nun „Kraft aus Namen“
In der 20 Monate langen Bauzeit wurde aber noch mehr als das geschaffen. „Wesentliche Kriterien bei Planung und Umsetzung des Projekts waren neben Barrierefreiheit auch die dauerhafte Versorgung durch nachhaltige Energie“, heißt es von der Justizanstalt, die stolz darauf ist, dass praktische Erfahrungen des Personals in das Projekt miteingeflossen sind. Auf den eingeschossigen Gebäuden hat man Photovoltaikanlagen installiert, die erzeugte Energie decke den größten Teil des Eigenbedarfs – ein wesentlicher Umweltbeitrag. Auch Zufahrt und Torwache wurden neu gestaltet.
352 Insassen haben in der Haftanstalt Platz, 370 sind dort derzeit inhaftiert. Fast 150 Bedienstete sind dort beschäftigt. Das heißt, dass etwa 2,5 Häftlinge dort auf einen Bediensteten kommen.
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