Es war gegen 22.30 Uhr, als die Autobahnpolizisten den Lkw-Verkehr von der Pyhrnautobahn zum Verkehrskontrollpunkt in Straß ableiteten. Dabei ging ihnen auch der Sattelzug eines slowenischen Transportunternehmens ins Netz, der von einem Bosnier gelenkt wurde.
Tausende Kilometer ohne Pause unterwegs
Anfangs schien es, als ob er und sein Chef abwechselnd den Laster gelenkt hätten. Doch bei der näheren Überprüfung stellte sich heraus, dass der 42-Jährige alleine Tausende Kilometer unterwegs gewesen war - vom Sonntag, dem 3. März, um 19 Uhr, bis Dienstag, dem 5.März, um 21 Uhr, also unglaubliche 50 Stunden. Um das zu vertuschen, hatte er für das digitale Kontrollgerät im Lkw nicht nur seine Fahrerkarte, sondern auch jene seines Chefs verwendet.
Der Bosnier gab an, dass er von Slowenien nach Deutschland und dann wieder retour gefahren sei - und das praktisch ohne nennenswerte Unterbrechung. Ihm wurde die Fahrerkarte seines Chefs abgenommen und die Weiterfahrt untersagt.
Die zulässige Höchstlenkzeit für Lkw-Fahrer beträgt neun Stunden, sie kann jedoch zweimal in der Woche auf zehn Stunden ausgeweitet werden. Nach 4,5 Stunden muss der Lenker mindestens 45 Minuten Pause machen. Die wöchentliche Lenkzeit darf nicht mehr als 56 Stunden betragen.
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