Im Jahr 2011 wurde sie abgeschafft, jetzt hat der serbische Staatspräsident Aleksandar Vučić grünes Licht für die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Serbien gegeben. Auch Frauen können weiterhin auf freiwilliger Basis in den Streitkräften dienen.
Als Oberbefehlshaber der Streitkräfte habe er unterschrieben, dass er dem 75-tägigen verpflichtenden Wehrdienst für Männer zustimme, sagte Vučić anlässlich einer Offiziersweihe in Belgrad.
Serbien brauche eine starke Armee und müsse mehr Waffen kaufen und herstellen, fügte Vučić hinzu. „Es nicht unser Wunsch, irgendjemanden anzugreifen. Aber unser Wunsch ist es, all jene abzuschrecken, die uns Tag für Tag bedrohen.“ Wen er als Quelle von Bedrohungen betrachtet, erläuterte er nicht weiter.
Armee forderte längere Wehrpflicht
Formell muss noch die Regierung die Wehrpflicht absegnen. Dies gilt als gesichert, Ministerpräsident Milos Vučević ist ein treuer Gefolgsmann des Präsidenten. Serbiens Armeeführung hatte bereits zu Jahresbeginn eine Wehrpflicht von bis zu vier Monaten gefordert.
Land kämpft mit starker Abwanderung
Anfang September hatte Vučić erklärt, die Dauer der Wehrpflicht sei gründlich abzuwägen. Sie dürfe nicht zu lange ausfallen, damit nicht noch mehr junge Männer dem Land den Rücken kehren. Serbien kämpft wie auch die anderen Balkanländer mit einer starken Abwanderung vor allem seiner jüngeren und aktiveren Bevölkerung.
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