Endlich! Am 30. September ist das Paracelsusbad wieder offen – allerdings nur über den Winter. Nach der langen Pause kosten Tickets nur die Hälfte. Nächstes Jahre werden dann 7700 Schrauben und Lamellen-Bauteile ausgetauscht.
Stolz kann beim Rundgang durch das luxuriöse Pannen-Bad wohl niemand sein: Seit Juli 2023 ist schon zu. Die gesamte Deckenkonstruktion muss wegen mangelhafter Schrauben erneuert werden. Ein Sicherungsnetz ist Monate nach der Totalsperre montiert. „Irgendwie erinnert es an ein Fischernetz. Man könnte noch Muscheln und Anker dazwischen montieren“, meinte Vize-Stadtchef Kay-Michael Dankl ein wenig sarkastisch. Zwei unabhängige Gutachter und die Baupolizei haben die Absicherung freigegeben.
Die Schwimmbecken sind derzeit noch leer. „Es laufen gerade Reinigungsarbeiten“, erklärt Betriebsleiter Sönke Eckl-Henningsen. Vom ersten Tropfen bis zur fertigen Befüllung mit rund 1400 Kubikmetern Wasser dauert es rund eine Woche.
Die Baufirma wird die Schäden im Rahmen der Gewährleistung beheben. Für die Stadt entsteht kein finanzieller Schaden.
Bernhard Auinger, Bürgermeister (SPÖ)
Bad sperrt Ende des Monats wieder auf
Fest steht nun auch, was sich viele Salzburger seit Monaten fragen: Am 30. September sperrt das Bad mit abgesicherter Deckenkonstruktion wieder auf. Als Entschuldigung beträgt der Tagestarif nur fünf €. „Erboste Salzburger haben uns geschrieben: ,Reißt die Decke doch ab und sperrt wieder auf!’“, so Bürgermeister Bernhard Auinger und meint: „Dann wären wir aber aus der Gewährleistung draußen gewesen.“
Jetzt ist die Stadtregierung froh, dass zumindest über die kalte Jahreszeit wieder offen ist. Auinger: „Wir brauchen die Wasserfläche auch dringend fürs Schulschwimmen.“ Im Frühjahr nächsten Jahres soll dann die wirkliche Sanierung beginnen: 7700 Schrauben und Lamellen-Bauteile müssen in einem aufwendigen Prozess ausgetauscht werden. Derzeit werden in der Firma, die für den Gewährleistungsfall aufkommen wird, Prototypen dafür erstellt.
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