Eine Genotypisierung hat bestätigt, dass im Bregenzerwälder Mellental jener Wolf getötet wurde, der zuvor mehrere Nutztiere gerissen hatte. Landesrat Christian Gantner sieht sich in seinem Wolfsmanagement betätigt.
Am 7. August war in Vorarlberg zum ersten Mal seit rund 150 Jahren ein Wolf geschossen worden. Und das ganz legal, hatte doch die Bezirkshauptmannschaft Bregenz im Vorfeld eine entsprechende „Maßnahmenverordung“ erlassen. Aus Jux und Tollerei wurde der Abschussbescheid nicht ausgestellt: Denn in den Tagen zuvor kam es im hinteren Mellental wiederholt zu Wolfsangriffen auf Großvieh. Zwei Jungrinder wurden gerissen, ein Kalb verletzt. Weiters stürzte ein flüchtendes Rind in den Tod. Bereits Ende Juli hatte ein Wolf in Bezau-Schönenbach eine trächtige Kuh angegriffen – das Kalb wurde wenige Tage später tot geboren, die Kuh musste eingeschläfert werden.
Seit der Wolfsentnahme sind im Bregenzerwald keine weiteren Nutztierrisse verzeichnet worden. Und jetzt hat auch der Gentest bestätigt, dass die Jäger den richtigen Wolf erwischt haben. Zudem hat sich herausgestellt, dass der Beutegreifer auch für den Tod dreier Ziegen im Laternsertal verantwortlich war.
Beim zuständigen Landesrat Christian Gantner ist die Erleichterung groß: „Wir sind in Vorarlberg mit unserer Wolfsmanagementverordnung nachweislich auf dem richtigen Weg. Unser Ziel ist und bleibt es, nicht wahllos durch die Gegend zu schießen, sondern konsequent und schnell zu handeln, wenn es die Situation erfordert.“
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