In beeindruckenden Kulisse des Parlaments gibt es nun ein neues Rätselspiel mit Demokratiefragen – die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) ist als „Spielleiterin“ dabei und gibt Hinweise per Video
Das Parlament wurde Donnerstag für mehr als neun Stunden zum Schauplatz für ein außergewöhnliches Spiel namens „Der Demokratie auf der Spur“. Bei dem Escape-Spiel, mitten in den ehrwürdigen Hallen am Ring, mussten 66 Schüler aus verschiedenen Wiener AHS und Berufsschulen insgesamt sieben Demokratie-Rätsel lösen. Als Räume für die insgesamt sieben Rätselstationen dienten das Plenarium, die Säulenhalle, der Nationalratssaal, der Bundesratssaal, der Bundesversammlungssaal sowie die Bibliothek.
Ein Escape Game ist ein realitätsnahes Spiel, bei dem die Teilnehmer gemeinsam Rätsel lösen, um aus einem geschlossenen Raum oder einer Reihe von Räumen zu entkommen.
In der Säulenhalle des Parlaments tragen bei einem der Rätsel die 24 Säulen die Namen diverser Grund- und Freiheitsrechte, die eine liberale Demokratie ausmachen. Der Boden verwandelt sich dabei in ein überdimensionales Brettspiel. Unterstützung bekamen die Erstwähler dabei von der Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), die per Videozuschaltung als „Spielleiterin“ Hinweise zu den Aufgaben gab. Sie war es auch, die zu dem Spiel eingeladen hatte. Das Interesse daran sei jedenfalls „riesig“.
Mir hat das Escape Game sehr gut gefallen. Es war spannend und ohne Teamarbeit schafft man es nicht. Ich darf bei der Nationalratswahl zum ersten Mal wählen und bin deshalb schon sehr aufgeregt.

Nuria Lechner (16), Schülerin
Bild: Christoph Engelmaier
Das Escape-Spiel war lustig. Einige Aufgaben waren sogar ein bisschen schwer. Welche Partei ich bei der Nationalratswahl wählen werde, weiß ich noch nicht. Ich muss mich noch informieren.

Lena Stelzmüller (16), Schülerin
Bild: Christoph Engelmaier
Doch warum geht der Impuls ausgerechnet von Bures aus? „Ich bemühe mich darum, dass es nicht eine Politik der verbrannten Erde gibt, sondern unterschiedliche politische Meinungen in einem Diskurs auch zu besseren Ideen führen können – Eine Art Wettbewerb der guten Ideen. Wenn man versucht gemeinsam Dinge weiterzuentwickeln, die sich positiv für die Jungen und für die Alten auswirken, dann sollten wir auch das Gemeinsame suchen und nicht das Trennende“, so Bures zur „Krone“. Ob sie damit auch ihre eigene Partei, die SPÖ meint? Knappe Antwort: „Ich meine eigentlich alle.“
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