In Südtirol wütet ein Streit um die Einrichtung einer Sonderklasse für Kinder ohne Deutschkenntnisse an der Bozener Goethe-Schule. Die auf eigene Faust handelnde Direktorin wurde von der Politik gestoppt. Jetzt wurde sogar ein Disziplinarverfahren gegen sie eingeleitet. Doch das Problem mit den Unterschieden beim Sprachniveau bleibt ungelöst – auch in Österreich. Daten zeigen, wie Schuldirektoren Deutschförderklassen umschiffen.
Die deutschsprachige Goethe-Schule in Bozen liegt mitten in der Altstadt und hat einen guten Ruf. Einen so guten, dass sogar italienischsprachige Eltern ihre Kinder seit Jahren gerne dorthin schicken, um die deutsche Sprache schneller und besser zu erlernen. Doch internationale Fluchtbewegungen machen auch vor der idyllischen Stadt nicht halt. Der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund steigt jährlich an und stellt auch auf Druck und Wut der Eltern die Schulleitungen vor schwer lösbare Aufgaben.
Zu Beginn des heurigen Schuljahres reichte es Direktorin Christina Holzer: Erstklässler, welche der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sollen in einer eigenen Klasse untergebracht werden, um die Sprache zu vermitteln und die Grundlagen zu fördern. Kinder deutscher Muttersprache würden somit in ihrem Lernfortschritt nicht eingeschränkt werden. Das reichte schon für einen Aufschrei.
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