Nur mit Schutzanzügen wagten sich Ermittler des Landeskriminalamts Oberösterreich und des Bundeskriminalamts in die Wohnung eines Verdächtigen (35) in Linz. Denn es war unklar, welche giftigen, hochexplosiven und schädlichen Substanzen der Mann gelagert hatte. Er hatte seit Jahren mit Chemikalien experimentiert.
Neben unzähligen Chemikalien konnten die Suchtgiftfahnder beim Linzer unter anderem hochgiftiges Quecksilber, Salzsäure, Schwefelsäure und Aceton beschlagnahmen.
Der Mann hatte in seinem umgebauten Badezimmer ein hochprofessionelles Labor zur Speed-Erzeugung betrieben. Es hätten nur noch einen Schritt zum Endprodukt von mehreren Kilo fertigen Amphetamin im trockenen Zustand benötigt. Auch 89 Kilo Amphetaminbase wurden sichergestellt.
Der 35-Jährige wurde festgenommen und über Anordung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Linz überstellt.
Unglaubwürdige Rechtfertigung
Der Verdächtige gestand, in den vergangenen zwei Jahren mit Chemikalien zu experimentieren und dabei mindestens vier Kilo Speed (Amphetamin) von ausgezeichneter und seltener Qualität erzeugt zu haben. Er behauptete wenig glaubwürdig, die Drogen seinen ausschließlich für seinen Eigenkonsum bestimmt gewesen.
Das Laborequipment und die diversen Chemikalien hatte er über das Internet bezogen. Über den Linzer wurde die U-Haft verhängt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.