In Vorarlberg gibt es fast 6300 Kilometer an Wanderwegen. Der Erhalt dieser Infrastruktur wird allerdings als direkte Folge des Klimawandels immer aufwändiger.
Die Alpen sind bekanntlich das mit Abstand am besten erschlossene Gebirge der Welt. Der Begriff „Alpinismus“ rührt schließlich nicht von irgendwo her: Die Alpen sind die Wiege des Bergsteigens und letztlich auch des Wanderns als Freizeitvergnügen.
Das kleine Vorarlberg nimmt innerhalb der Großregion eine ganz besondere Rolle ein. Durch die lange Tradition der Dreistufenwirtschaft sind unsere Berge im Laufe der Zeit zu einer einzigartigen Kulturlandschaft geworden. Die landwirtschaftliche Nutzung und Urbarmachung selbst abgelegener Hänge hat letztlich auch den Weg für die Errichtung eines weltweit fast einzigartigen Wandernetzes bereitet.
Die Kennzahlen sind beeindruckend: Insgesamt gibt es 6272 Kilometer an markierten und mit rund 19.500 Wegweisertafeln beschilderten Wanderwegen. Würde man sie alle ablaufen wollen, müsste man an 517 Tagen hintereinander jeweils acht Stunden marschieren – eine Challenge, der sich aus naheliegenden Gründen noch niemand gestellt hat. Diese imposante Infrastruktur will natürlich auch erhalten werden. Eine Aufgabe, die es in sich hat – und die immer schwieriger wird. Gerade der heurige Sommer hat gezeigt, dass der Klimawandel längst Realität ist. Die vielen Extremwetterereignisse haben auch dem Wanderwegenetz schwer zugesetzt, manche Routen sind bis heute nicht begehbar.
Die alpinen Vereine und Gemeinden können sich bei der Wegewartung glücklicherweise auf die Unterstützung unzähliger Freiwilliger verlassen. Zudem waren auch heuer wieder Ferialkräfte im Einsatz, um den Zustand der Infrastruktur zu evaluieren und Mängel zu dokumentieren – rund 600 Kilometer sind sie beim schönsten Ferienjob, den das Land Vorarlberg zu bieten hat, abgelaufen.
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