Nach der Begutachtung eines Geologen am Donnerstag konnte Entwarnung gegeben werden. Laut Baupolizei gebe es keine neuerlichen Setzungen des Bodens und damit zurzeit keine Gefahr für die Bewohner. Die Baufirma muss das Areal nun absichern.
"Es war eine Nacht, die wir nie vergessen werden. Plötzlich wälzten sich Erdmassen durch den Nachbargarten und schoben das Haus wie ein Spielzeug vor sich her", so die dramatische Schilderung einer Anrainerin am Mittwoch.
"Zum Glück wurde meine Mutter wach und weckte uns alle auf, als die Erde bei uns und auf dem Nachbargrundstück zu rutschen begann. Wir werden auf alle Fälle einen Anwalt einschalten", so der geschockte Sohn (linkes Bild). Die Familie konnte nicht einmal mehr die wichtigsten Sachen aus dem Haus mitnehmen und durfte es bis Donnerstag aus Sicherheitsgründen auch nicht betreten.
"Ich weiß nie, ob meine Wohnung noch steht"
In der Kleingartensiedlung Hackenberg herrscht jedenfalls hellste Aufregung, da die Bewohner schon lange befürchteten, dass es zu einem Hangrutsch kommen wird. Sie haben Angst, dass ihre Häuser die nächsten sind, die von dem Luxusbau bedroht werden. "Ich weiß nie, ob meine Wohnung noch steht, wenn ich von der Arbeit heimkomme", so eine weitere Bewohnerin. "Bei uns sind Risse zu sehen, die in letzter Zeit größer wurden", ergänzt ihre Nachbarin. Ein Gerätehaus wurde bereits in die Tiefe gerissen.
Die verängstigten Anrainer fordern einen Baustopp. Zudem wurde Bezirksvorsteher Adolf Tiller über den Vorfall informiert. Schon vor Wochen ist auf dem Wilckensweg die Erde abgerutscht und hat die Grünfläche mitgerissen. Die Bezirkspolitiker wussten auch das.
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