Falsche Firmen nutzen mit immer neuen Tricks die Notsituation ihrer Opfer eiskalt aus. Sogar echte Unternehmensprofile werden dabei gefälscht. Seriöse Betriebe setzen sich zur Wehr.
Wenn durch einen verstopften Kanal oder verlegte Abflüsse plötzlich Wasser in den eigenen vier Wänden austritt, dann heißt es rasch handeln. Viele wählen in der Eile die erste Nummer, die das Internet ausspuckt.
Doch Vorsicht: Wie etwa auch bei Schlüsseldiensten handelt es sich dabei mitunter um äußerst dubiose Firmen, die eine Notsituation nur eiskalt ausnutzen und Geld abzocken wollen.
Es ist nicht nur für Kunden ärgerlich, wenn sie viel Geld an Betrüger bezahlen. Auch für uns ist es ein Problem, wenn sie glauben, dass sie uns kontaktiert haben.
Andreas Herrman, Unternehmer aus Matzen
Doch selbst wenn man die Nummer einer Firma des Vertrauens wählt, ist man nicht davor gefeit, unwissentlich doch an Betrüger zu geraten. Warum? Die Methoden der „Kanalmafia“ werden immer raffinierter.
Ihr neuester Trick: Sie ändern eigenmächtig die in Google-Profilen hinterlegte Nummer der registrierten Betriebe (meist beginnen diese dann mit 0800) und geben sich bei Anrufen auch als diese aus. Sie fahren schließlich in unbeschrifteten Fahrzeugen zum Kunden, leisten dort jedoch höchst unprofessionelle Arbeit.
Dafür verlangen sie aber horrende Summen. Wer die Rechnung hinterfragt, den versuchen die falschen Handwerker auf aggressive Art einzuschüchtern. „Die Opfer zahlen dann meist, was verlangt wird, um diese Herrschaften aus dem Haus zu bekommen“, weiß Andreas Herrman, der mit seinem Betrieb in Matzen im Bezirk Gänserndorf ebenfalls von diesen Machenschaften betroffen ist. Er hat wie viele seiner Kollegen bereits bei Polizei und Wirtschaftskammer interveniert, bislang aber ohne Erfolg.
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