Die Gäste der Grazer Auwiesen, eines beliebten Freizeitareals südlich der Stadt, waschen benutze Grillutensilien im Murwasser ab. Eine Probe zeigt: Die Wasserqualität ist bedroht, KFG-Klubobmann Alexis Pascuttini schaltet die Volksanwaltschaft ein.
Das Freizeitareal Auwiesen im Grazer Süden ist schon seit Jahren ein Aufreger. Anrainer beschweren sich aufgrund des dortigen Grill-Bereichs über Geruchs- und Lärmbelästigung. Jetzt ist wieder Feuer am Dach, diesmal allerdings in Sachen Wasser.
Immer wieder waschen Besucher benutzte Grill-Utensilien direkt im Murwasser ab, oftmals mit Spülmittel! Fettige Rückstände und Ölfilme auf der Wasseroberfläche sind die Folge. Da sich die Auwiesen beim Mur-Seitenarm „Altarm Thondorf“ befinden, verschlimmert sich die Situation, denn: Die Mur ist dort kein fließendes Gewässer, der Schmutz bleibt also bestehen.
Die Verantwortlichen der Stadt weigern sich, die Probleme bei den Auwiesen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu setzen.

Alexis Pascuttini
Bild: Wiesmüller
„Generelles Grillverbot“
In der Causa aktiv wurde jetzt Alexis Pascuttini, Obmann des Korruptionsfreien Gemeinderatsklubs (KFG). „Die Verantwortlichen der Stadt weigern sich, die Probleme bei den Auwiesen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu setzen. Ich habe bereits wiederholt ein generelles Grillverbot gefordert.“ Und: „Ich habe eine Wasserprobe entnommen und diese von der Universität Graz auswerten lassen.“
Das Ergebnis ist erschreckend: Es wurde eine deutlich erhöhte Anzahl von Enterokokken festgestellt, die im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen können. „Da diese Bakterien gegen Antibiotika resistent sein können, sind sie besonders gefürchtet“, so Pascuttini.
Auch Phosphor- und PH-Werte sind grenzwertig. Pascuttinis Fazit: „Die Wasserqualität bei den Auwiesen entspricht nicht den österreichischen Richtlinien!“ Pascuttini, der im nächsten Gemeinderat eine Initiative zur engmaschigen Überprüfung der Wasserqualität zum Thema machen wird, fordert verschärfte Kontrollen der Ordnungswache „oder einen Platzwart“. Zusätzlich hat er auch die Volksanwaltschaft eingeschaltet: „Diese ist schließlich der richtige Ansprechpartner bei Missständen in der Verwaltung, was hier bei den Auwiesen definitiv der Fall ist.“
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