Im Auge des Sturms

Hier durchfliegen US-Piloten den Hurrikan „Beryl“

Ausland
03.07.2024 16:07

Sie machen, was normale Piloten tunlichst vermeiden: „Hurrikan-Jäger“ der U.S. Air Force haben sich mit einem Spezialflugzeug mitten in das Auge des schweren Hurrikans „Beryl“, der im Südosten der Karibik Verwüstungen anrichtete und auf Jamaika zusteuert, begeben – und dabei spektakuläre Aufnahmen (Video oben) gemacht.

Das Video wurde von der 53. Weather Reconnaissance Squadron der U.S. Air Force Reserve, die in der Keesler Air Force Base in Biloxi im US-Bundesstaat Mississippi stationiert und als „Hurricane Hunters“ (Hurrikan-Jäger) bekannt ist, aufgenommen. Das Geschwader fliegt spezielle viermotorige Turboprop-Maschinen vom Typ WC-130J Super Hercules, die mit meteorologischen Sensoren ausgestattet sind.

Maschinen bis zu 18 Stunden in der Luft
Dazu gehören sogenannte Drop-Sonden, Instrumente, die direkt im Auge des Hurrikans abgeworfen werden, um Daten wie etwa Windgeschwindigkeit, Luftdruckverhältnisse und Temperatur zu erkunden. Die Spezial-Flugzeuge können fast 18 Stunden in der Luft bleiben, sodass ihre Crews in der Lage sind, über längere Zeiträume hinweg Wetterdaten zu sammeln und zu Bodenstationen zu funken.

(Bild: kameraOne (Screenshot))

Wirbelsturm steuert auf Jamaika zu
„Beryl“ hatte sich am Wochenende innerhalb von weniger als 24 Stunden von einem Tropensturm zu einem Hurrikan – dem ersten der Anfang Juni begonnenen Hurrikan-Saison im Atlantik – der Kategorie 4 entwickelt. Am Freitag hat der Wirbelsturm noch mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde rotierte, sich am Wochenende über dem Atlantik aber dann von Stufe fünf auf Stufe vier abgeschwächt.

„Beryl“ steuere auf Jamaika zu und bedrohe weiterhin mehrere Karibikinseln, teilte das National Hurricane Center (NHC) mit Sitz in Miami in Florida mit. In den kommenden Tagen sei mit gefährlichen Strömungen sowie schwerer Brandung auf der Inselkette der Kleinen Antillen, in Puerto Rico, den Bahamas sowie entlang der US-Ostküste zu rechnen, heißt es. Im Südosten der Karibik richtete der Wirbelsturm in den vergangenen Tagen bereits Verwüstungen an – es gab auch einige Todesfälle.

Hurrikan „Beryl“ von der Internationalen Raumstation ISS aus fotografiert. (Bild: AP/NASA)
Hurrikan „Beryl“ von der Internationalen Raumstation ISS aus fotografiert.

Die Hurrikan-Saison beginnt im Pazifik am 15. Mai und im Atlantik am 1. Juni und endet in beiden Regionen am 30. November. Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Meereswasser. Die zunehmende Erderwärmung erhöht die Wahrscheinlichkeit starker Stürme.

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