Do, 18. Oktober 2018

Herkunft unklar

03.12.2012 21:17

Rover "Curiosity" findet auf dem Mars organische Teilchen

Der Rover "Curiosity" (Bild) hat auf dem Mars organische Moleküle entdeckt. Es sei allerdings noch völlig unklar, ob diese Verbindungen vom Mars selbst stammten, oder ob sie beispielsweise vom Forschungsroboter mit auf den Roten Planeten gebracht worden seien, sagte am Montag John Grotzinger, Manager bei der US-Raumfahrtbehörde NASA.

Mit zahlreichen Tests solle nun versucht werden, das herauszufinden. "Das kann allerdings noch eine ganze Weile dauern", so die NASA. Im Rahmen eines jährlichen Treffens des Verbands der amerikanischen Geophysiker in San Francisco sollen neue Erkenntnisse zum Fortschritt der Mission bekannt gegeben werden.

Einfache organische Moleküle gefunden
Entdeckt wurden die Moleküle mit einem Messgerät namens "SAM" (die Abkürzung steht für "Sample Analysis at Mars"), das Bodenproben erhitzt und die verdampfenden Inhaltsstoffe mit einem Massenspektrometer analysiert. Dabei wurden neben Sauerstoff, Schwefel und Chlorgas unter anderem simple Kohlenstoff-Verbindungen entdeckt.

Letztere sind die molekulare Grundlage allen irdischen Lebens. Würde sich also herausstellen, dass die Moleküle wirklich vom Mars stammten, könnte das heißen, dass es einmal Leben auf dem Mars gegeben hat oder dass potenziell Leben auf dem Mars möglich wäre - eine bedeutende wissenschaftliche Entdeckung.

Fünf Bodenproben aufgesammelt
Die Proben stammen von einer Stelle namens "Rocknest" im Gale-Krater, wo "Curiosity" vor vier Monaten gelandet war. Fünf Bodenproben, die aus feinerem und grobkörnigerem Sand sowie Staub bestehen, hatte der Rover mit seinem Roboterarm dort aufgesammelt. Das Team habe versucht, "ganz normalen Mars-Boden" zu finden, sagte Grotzinger.

Nach Angaben seiner Behörde war es das erste Mal, dass der Rover solche Proben mit allen ihm zur Verfügung stehenden Instrumenten untersucht hat. "Die Instrumente funktionieren alle herausragend gut", sagte NASA-Wissenschafter Michael Meyer.

NASA warnt vor übereilten Schlüssen
Die NASA warnte allerdings eindringlich vor vorschnellen Schlüssen und übertriebenen Erwartungen. "'Curiositys' zweiter Name ist Geduld", sagte Grotzinger. "Davon brauchen wir jetzt eine ganz schön hohe Dosis", erklärte der NASA-Manager, der Spekulationen selbst angeheizt hatte, als er in einem Interview mit dem US-Radiosender NPR vor knapp zwei Wochen "Daten für die Geschichtsbücher" ankündigte.

Schon vor einigen Wochen hatte eine Entdeckung des Rovers für Aufruhr gesorgt. Der Forschungsroboter hatte beim Aufschaufeln von Bodenproben ein rätselhaftes glitzerndes Objekt aufgespürt (Berichte in der Infobox).

Für "Curiosity" steht unterdessen schon die nächste Aufgabe an: Der bisher teuerste und technisch ausgefeilteste Rover soll noch vor Weihnachten mit seinem Bohrer den Boden des Roten Planeten untersuchen. Für Anfang nächsten Jahres ist dann die Fahrt zum eigentlichen Ziel - einem Berg namens "Mount Sharp" - geplant.

Nach achtmonatiger Reise am Mars gelandet
Der Rover war am 6. August nach einer mehr als achtmonatigen Reise durchs All auf dem Roten Planeten gelandet. Der 900 Kilogramm schwere, autogroße Erkundungsroboter soll nach Hinweisen suchen, ob es auf dem Mars einmal Wasser - die Grundlage für Leben, wie wir es kennen - gab.

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