6. Sieg für Shiffrin

Nur US-Girls beim Nightrace besser als ÖSV-Ass

Ski Alpin
13.01.2026 21:44
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Katharina Truppe hat es als Dritte beim Weltcup-Nachtslalom in Flachau erstmals in diesem Ski-Winter aufs Podest geschafft. Die Halbzeit-Dritte behauptete ihren Stockerlplatz beim Nightrace hinter einem US-Duo. Mikaela Shiffrin kürte sich mit 0,41 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Paula Moltzan zum bereits sechsten Mal zur „Snow Space Salzburg Princess“. 

Der Lohn der nun 107-fachen Weltcupsiegerin ist das Rekordpreisgeld im Frauen-Weltcup von 70.000 Euro.

(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Camille Rast, die Shiffrins Siegesserie jüngst in Kranjska Gora beendet hatte, landete zwei Hundertstel hinter Truppe auf Platz vier (+0,67). Die Vorjahresgewinnerin aus der Schweiz laborierte zuletzt an einer Grippe. Katharina Huber gelang als Zehnte im vorletzten Slalom vor den Olympischen Spielen ein großer Schritt zum Saisonhöhepunkt in Italien.

Katharina Gallhuber fiel nach einem Steher vom zehnten Zwischenrang auf Platz 26 zurück. Vor 12.200 Zuschauerinnen und Zuschauern beim Flutlicht-Spektakel auf der Hermann Maier Weltcupstrecke holten auch Lisa Hörhager (14.) und Natalie Falch (17.) Weltcuppunkte.

(Bild: AP/Giovanni Auletta)

Truppe ließ wie angesagt „den Bär steppen“
„Es war eine andere Anspannung, da oben unter den letzten drei zu stehen. Dann hörst du die Leute schreien. Es war richtig zach vom Kopf her“, schilderte Truppe bange Momente vor der Fahrt zu ihrem ersten Stockerlplatz in ihrem erklärten Lieblingsrennen. „Ich habe mir gedacht, mache es gleich wie sonst auch immer. Es ist sich ausgegangen.“

Hier der Endstand:

Die Kärntnerin, die in Abwesenheit der verletzten Katharina Liensberger die österreichische Flagge im Slalom hochhalten muss, wollte „den Bär zum Steppen“ bringen – und lieferte ab. Auf einer später stark nachlassenden Piste nutzte sie zunächst ihre Startnummer zwei optimal aus, trotz einer Fahrt im Ungewissen. „Ich konnte es nicht einschätzen. Ich war so im Tunnel, habe die Fans nicht gehört.“ Der Lohn war Zwischenrang drei (+0,35) hinter dem US-Duo Shiffrin und Moltzan (+0,19). Rast lag 43 Hundertstel hinter Truppe auf Platz vier, zündete danach den Turbo, doch Truppe behielt trotz „schwammiger Füße“ im Hundertstelkrimi die Oberhand.

(Bild: AP/Marco Trovati)

„So ein fordernder Hang“
Shiffrin baute mit ihrem 107. Weltcupsieg die Führung im Gesamtweltcup (170 vor Rast) und im Slalomweltcup (268 vor Rast) aus. „Es ist so ein fordernder Hang mit diesen Wellen. Ich wusste, Paula wird vorlegen und ich muss nachziehen“, sagte Shiffrin im ORF und meinte nach ihrem 70. Sieg im Slalom fast entschuldigend in Richtung ihrer Teamkollegin: „Ich träume von deinem ersten Sieg und hoffe, dass ich da auch dabei bin.“ Dass sie beide an diesem Tag zusammen am Podest stehen durften, fanden die US-Girls freilich wunderbar.

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