Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) argumentiert mit Wettbewerbsfähigkeit und schielt dabei nach Deutschland. Auch dort soll die Industrie unterstützt werden.
Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) pocht auf die Einführung eines Industriestrompreises auch in Österreich, sollte Deutschland einen solchen reduzierten Tarif für Unternehmen einführen. „Wir haben mitzuziehen“, sagte Wallner am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Christof Germann, dem Vorstandsvorsitzenden des landeseigenen Energieversorgers Illwerke VKW. Der Energiekonzern wird 2026 rund 400 Millionen Euro investieren. Wallner begründete seine Haltung insbesondere mit einem Verweis auf die Wettbewerbsfähigkeit „mit einem unmittelbaren Nachbarn“. Die deutsche – noch nicht in Kraft befindliche – Regelung sieht vor, dass Industrieunternehmen für die Hälfte ihres Verbrauchs einen Strompreis von lediglich fünf Cent pro Kilowattstunde bezahlen. Das ist knapp die Hälfte des Strompreises der Illwerke.
Den Einnahmenentgang für die Energieversorger soll auch in Österreich der Bund ausgleichen. Laut Wallner würden sich die Kosten auf etwa 150 bis 160 Millionen Euro belaufen. Die Frage sei nicht, ob, sondern wie man das anpacke, erklärte Wallner. Er hielt jedenfalls ein „Hinterfragen der Elektrizitätsabgaben“ für den richtigen Ansatz, einen Direktzuschuss konnte er sich nicht vorstellen.
Bei den günstigsten Tarifen dabei
Die Illwerke selbst wollen auch heuer wieder einer der österreichweit günstigsten Stromanbieter bleiben, betonte Germann. Ein durchschnittlicher Haushalt in Vorarlberg bezahle aktuell 810 Euro im Jahr, in Österreich seien es im Schnitt 1090 Euro. Neue Produkte, die auf das Elektrizitätswirtschaftsgesetz abgestimmt sind, werde man im Februar vorstellen.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.