An der HTL und HAK Ungargasse im dritten Wiener Gemeindebezirk ging es am Dienstag rund: Oberst Horst Dauerböck vom österreichischen Bundesheer und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner waren vor Ort und gaben den Schülern spannende Einblicke in die Welt des Heeres. Auch Bildungsminister Martin Polaschek ließ sich den Vortrag nicht entgehen.
Oberst Horst Dauerböck informierte die Schüler und Schülerinnen über wesentliche Themen wie die Stellung und den Wehrdienst, berufliche Perspektiven innerhalb des Heeres, verschiedene Waffengattungen sowie Auslandseinsätze. „Warum ist es so wichtig in Österreich, dass wir ein Bundesheer haben, obwohl wir neutral sind?“ war eine zentrale Frage.
Neutralität und Verteidigungsfähigkeit
Verteidigungsministerin Tanner betonte die Notwendigkeit eines starken Bundesheeres gerade für einen neutralen Staat wie Österreich: „Es ist unabdingbar notwendig, dass wir uns verteidigen können. Unsere Verfassung verlangt, unsere Neutralität mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen.“ Die aktuelle geopolitische Lage, insbesondere der Krieg gegen die Ukraine, habe die Bedeutung einer einsatzbereiten Verteidigungskraft erneut unterstrichen.
Katastropheneinsätze und Hilfeleistung
Tanner lobte die Leistungen des Bundesheeres bei Katastropheneinsätzen, wie den jüngsten Unwettereinsätzen im Burgenland und in der Steiermark: „Unsere Soldatinnen und Soldaten leisten Unglaubliches. Sie helfen beim Brückenbau, beim Auspumpen von Kellern und unterstützen die Freiwilligen Feuerwehren mit Spezialgerät.“ Solche Einsätze seien besonders wichtig, um die Durchhaltefähigkeit in Krisenzeiten zu gewährleisten.
Frauenpower beim Bundesheer
Ein großes Thema war auch die Gleichstellung. „Gleicher Job, gleiche Bezahlung – das gilt auch beim Heer“, betonte Tanner. Der Anteil der Frauen im Bundesheer steigt. Dank des freiwilligen Grundwehrdienstes für Frauen, der seit letztem April angeboten wird, haben sich bereits über 300 Frauen gemeldet, 200 davon sind schon im Dienst.
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