Schutz vor Aussterben

Forscher zogen sehr seltenes Blauaugentäubchen auf

Wissenschaft
17.05.2024 11:39

In Brasilien haben Forschende ein äußerst seltenes Blauaugentäubchen von Hand aufgezogen. Weltweit leben vermutlich nur noch 15 Exemplare der Vogelart in freier Wildbahn. Das Küken sei nach dem Schlüpfen aufwendig gefüttert worden und gesund, teilte der britische Zoo Chester am Freitag mit.

Es bekam eine Diät, die der sogenannten Kropfmilch nachempfunden ist, die erwachsene Tauben für ihre Jungen aufstoßen. „Die Bemühungen zahlten sich aus, und das Küken ist erst das dritte seiner Art, das jemals in menschlicher Obhut aufgezogen wurde“, heißt es in einer Mitteilung. Mehr als 70 Jahre habe es keine Aufzeichnungen gegeben, 2015 seien die Tiere schließlich wiederentdeckt worden.

Lebensraum sind die Feuchtsavannen im Südosten Brasiliens, die wichtigste Wasserquelle ist aber durch Viehweiden und den Anbau von Feldfrüchten bedroht. „Tatsache ist, dass wir etwas unternehmen müssen. Sonst müssen wir tatenlos zusehen, wie diese wunderschönen Vögel aussterben. Wir weigern uns, dies kampflos geschehen zu lassen“, sagte der Leiter der Vogelabteilung des Tierparks, Andrew Owen.

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Die Bemühungen zahlten sich aus, und das Küken ist erst das dritte seiner Art, das jemals in menschlicher Obhut aufgezogen wurde.

Zoo Chester

Eier aus Nest entnommen
Das Ei wurde mit Zustimmung der Behörden in Brasilien aus dem Nest eines Paares entnommen. An den Rettungsbemühungen sind brasilianische, britische und US-amerikanische Forscherinnen und Forscher beteiligt. Im Vorjahr hatten sie erstmals zwei der Tauben – Bruder und Schwester – von Hand großgezogen.

Da es nur wenige Exemplare in freier Wildbahn gibt, können auch nicht viele Eier entnommen werden. „Aber das Team hofft, seinen Erfolg zu wiederholen und nach und nach Brutpaare in sicheren Volieren zu etablieren, um Küken hervorzubringen, mit denen die Wildpopulation verstärkt und das Risiko des Aussterbens verringert werden kann.“ Die drei bisher aufgezogenen Blauaugentäubchen sollen in menschlicher Obhut bleiben.

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